17.01.2006

Sanfte Wellen mit Tiefenwirkung: Ultraschall in der Hautkosmetik

Foto: Kirsten Fuhlendorf bei der Ultraschall-Behandlung
Im Kosmetikinstitut lassen "akustische Schwingungen" von sich "hören". Ob Akne, Falten, Cellulite oder Narben: Ultraschall hilft bei - fast - allen Hautproblemen. In der Medizin hat sich die heilende Wirkung von Ultraschall längst bewährt: Seit rund zehn
Jahren wird er zur Therapie von Knochenbrüchen eingesetzt. Stagnierende Heilung kommt in Schwung, Brüche heilen bis zu 40 Prozent schneller. Ähnlich bei Entzündungen. So war es nur eine Frage der Zeit, seine Wirkungen für die moderne Kosmetik zu nutzen. Gegen Ende der neunziger Jahre fanden Behandlungen Eingang in kosmetische Institute, mauserten sich schnell vom Geheimtipp zum gehobenen Standard. Wissenschaftliche Untersuchungen belegten: Ultraschall wirkt in Kombination mit aufgetragenen Pflegeprodukten doppelt effektiv, schleust Wirkstoffe bis zu hundertfach stärker durch die Haut.

Das Prinzip: Die Haut bildet - zur Abwehr von Umwelteinflüssen - ihren eigenen, ganz natürlichen Schutzfilm. Der Nachteil: Die so genannte Hornschicht lässt nicht nur schädliche Beeinträchtigungen außen vor. Auch Pflegeprodukte können nicht ihre volle Wirkung entfalten. Genau hier setzt Ultraschall an: Mechanische Schwingungen übertragen ihre Vibration über Kontaktgele auf die Haut, lassen deren Zellen "schwingen". Die so entstandene Wärme fördert Aufnahmefähigkeit und Durchlässigkeit der Haut, bereitet sie optimal auf den Wirkstofftransport vor. Die vibrierenden Schwingungen schleusen Wirkstoffteilchen zwischen den Zellen der Oberhaut hindurch - und tragen sie über die Epidermis bis zur tiefen Lederhaut. Ohne Wirkungsverlust gelangen sie dorthin, wo Probleme entstehen. Das stärkt etwa bei der Anti-Aging Behandlung gezielt die Elastizität der unteren Lederhaut und mindert Falten.

Die Kombination von Wärme und sanftem Druck stimuliert das Gewebe - wie bei einer intensiven Mikromassage (mechanische Wirkung). Die sorgt für mehr Elastin und Kollagen und strafft Haut und Bindegewebe. Die Wärme (thermische Wirkung) erweitert Gefäße, fördert Durchblutung und kurbelt den Zellstoffwechsel an. Zusammen mit natürlicher Entschlackung des Gewebes und aktiviertem Lymphfluss regeneriert und revitalisiert das die Haut. Besonders wichtig etwa bei Akne: Wärme- und Massagewirkung verschieben den pH-Wert (chemische Wirkung) - und mindern Entzündungen. So glättet Ultraschall Fältchen, verfeinert Poren und erfrischt die Haut. (Quelle: Fuhlendorf)