10.11.2009

Alexander Pollozek: Ayurveda-Therapeutikon Lehrhandbuch

Russisch-tibetische Honigmassage

Foto: Vasati Verlag / ISBN: 978-3-937238-07-4
Wer bei dem Wort Honigmassage an Winnie-Puh-Feeling denkt, hat das ganzheitliche Naturheilverfahren wahrscheinlich noch nicht am eigenen Leibe erlebt. Die Honigmassage ist kein Honigschlecken für den Behandelten, dafür aber äußerst wirksam: Durch die speziellen Eigenschaften des Honigs hat diese Therapieform, die auf Prinzipien der russischen Volksheilkunde und der tibetischen Medizin beruht, sowohl zusammmenziehende als auch straffende Wirkung. Durch die reinigenden und Talg bzw. Fett reduzierenden Eigenschaften hat die Honigmassage auch eine entschlackende, „leicht machende“ Wirkung.

Bei uns bisher wenig bekannt, ist diese uralte traditionelle Massageform heute noch in den eurasischen Ländern zuhause. Besonders bei Rückenverspannungen und Erkältung kommt diese Anwendung zum Tragen. Unter ayurvedischen Aspekten eignet sich die Honigmassage insbesondere für den Kapha-Typus, der sich unter anderem durch Schwerfälligkeit auszeichnet.

Diese „klebrige“ Behandlung unterscheidet sich von allen anderen Massagen insbesondere durch die Klopf- und Ziehtechnik des Honigs, die zwar leicht an Enthaarungswachs erinnert, aber hochwirksam ist: Denn der Honig wird durch diese Technik tiefer und tiefer in das Bindegewebe eingearbeitet. Wenn der Honig weiß und zäh wird, kann die mit Schlacken angereicherte Masse entfernt werden. Insgesamt wirkt die Honigmassage harmonisierend, bringt den Energiefluss wieder in Balance und wirkt anregend auf das gesamte Nerven- und Immunsystem.

Literaturtipp: Alexander Pollozek: „Ayurveda-Therapeutikon. Ein Lehrhandbuch und Praxisleitfaden für die ayurvedischen Basistherapien“, Vasati Verlag Berlin 2009, ISBN: 978-3-937238-07-4