09.06.2006

Qualitätssicherung bei ästhetischen Behandlungen

Foto: Universitätshautklinik Bochum
Laser und Blitzlampen gegen Hautveränderungen oder zu viele Haare am Körper, Spritzen gegen Falten, Operationen gegen zu viel Fett oder zu wenig Kurven: Die Behandlungsmethoden gegen mögliche Schönheitsfehler aller Art sind ebenso vielfältig wie die Anbieter. Aber nur in kundigen Händen können die technischen Hilfsmittel auch wirklich segensreich sein, die heute helfen sollen, das individuelle Aussehen dem gängigen Schönheitsideal anzupassen. Qualitätssicherung war deshalb ein Thema bei einem Fachkongress für ästhetisch operative Medizin, der unter dem Motto "Qualität durch Spezialisierung" Ende März in Bochum stattfand.

Die Bochumer Ärzte beklagen, die Zahl der Laseranwendungen durch Laien sei in den letzten Jahren explodiert. Durch die hohe Zahl der ästhetischen Behandlungen mittels Laser und hochenergetischen Blitzlampen (IPL Technologie) durch Anwender ohne einschlägige Fachausbildung sei auch die Zahl der Nebenwirkungen in den letzten zwei Jahren enorm angestiegen. Ärzte und Fachgesellschaften warnen deshalb vor solchen Behandlungen. Diese würden häufig durchgeführt, ohne dass die Schutzvorschriften korrekt eingehalten würden und ohne dass eine Sach- oder Fachkunde bestehe.

Doch auch bei der Behandlung durch Ärzte gibt es Unterschiede, und der Patient muss herausfinden, wo er sich gut aufgehoben fühlen kann. Dermatologen und Fachverbände vertraten in Bochum die Auffassung: Nur die Kooperation von Medizinern verschiedener Fachrichtungen könne die Qualität bei ästhetischen Operationen sicherstellen. Die Spezialisten unterstützen darüber hinaus die Bestrebungen des Verbraucherschutzministeriums zur Qualitätssicherung bei ästhetischen Eingriffen und des Bundesumweltministeriums zum Strahlenschutz sowie die Einschränkung einer irreführenden Werbung. (Quelle: Hautstadt/29.05.2006)