08.10.2004

Phytotherapie: Sanfte Heilung durch Pflanzenkraft

Phytotherapie
Die Phytotherapie (Heilen mit Pflanzen) ist eine der ältesten Heilmethode, die in China und Indien bereits vor 3000 Jahren zum Einsatz kam. Seit etwa 100 Jahren werden die Inhaltsstoffe der Pflanzen und dessen Wirkungsweise auf den menschlichen Organismus mit naturwissenschaftlich-medizinischen Methoden erforscht und dokumentiert. Im 16. Jahrhundert hatte Paracelsus Methoden entwickelt, wie die gewünschten Wirkstoffe optimal aus den Pflanzen extrahiert werden können. Die abendländische Heiltradition arbeitet heute mit über 250 verschiedenen Heilpflanzen, die als Frischpflanzen, Drogen oder Extrakte als Tees, Kapseln, Tropfen oder Salben eingesetzt werden.

Die Pflanzenheilkunde gilt oftmals als Alternative oder aber Ergänzung zu chemischen Verfahren. Mehr als zwei Drittel unserer heutigen Medikamente stammen übrigens ursprünglich aus natürlichen Organismen. So enthält Aspirin einen Wirkstoff aus der Rinde des Weidenbaumes, stark schmerzlindernde Substanzen wie die Opiate wurden aus dem Milchsaft des Schlafmohnes gewonnen, und erst vor kurzem fand man im Schneeglöckchen den Wirkstoff Galantamin, der jetzt bei der Alzheimer-Erkrankung eingesetzt wird.

Nicht nur die Heilpflanzenkunde, auch die traditionelle chinesische Medizin, Homöopathie, Akupunktur, Bioresonanztherapie und Ayurveda sind auf dem Vormarsch. Laut einer Umfrage des Emnid-Instituts sind 9 von 10 Personen mit der Wirksamkeit der Phytopharmaka zufrieden, nicht zuletzt deshalb, weil die Präparate im Gegensatz zu den chemischen Medikamenten ein breites Wirkungsspektrum bieten, aber kaum Nebenwirkungen haben.

Quelle: www.dermonat.de

Literaturtipp: "Zeitschrift für Phytotherapie" (Hippokrates Verlag), "Phytotherapie - Phytopharmaka und pflanzliche Homöopathika", Wagner/Wiesenauer (Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft)