06.12.2004

Pflegetipps für Edelstahl-Instrumente in kosmetischen und podologischen Instituten

Instrumente aus rostfreiem Stahl besitzen durch den hohen Chromanteil einen hervorragenden Korrosionsschutz. Aber auch der beste Stahl ist nicht "unzerstörbar", und Fehler bei der Aufbereitung können zu Schäden führen.

Vor dem ersten Gebrauch müssen neue Instrumente desinfiziert und vor der ersten Sterilisation gründlich gereinigt werden. Besonders auf rückstandsfreies Entfernen von Öl in den Gelenken ist zu achten - dies könnte bei den hohen Temperaturen der Sterilisation einbrennen. Ein absolutes Muss: Gelenkinstrumente vor der Aufbereitung unbedingt vollständig öffnen! Unmittelbar nach der Behandlung müssen Instrumente desinfiziert werden, um eine unkontrollierte Streuung von Keimen und Krankheitserregern zu vermeiden. Die Hygienerichtlinien der Länder schreiben einen mindestens täglichen Neuansatz der Desinfektionslösung vor.

"Two in one" (Reinigung und Desinfektion) gelingt mit einem Ultraschallgerät und dem speziell dafür geeigneten Desinfektionsmittel. Trennen Sie klar zwischen rostfreien und Normalstahlinstrumenten - vor allem auch bei den rotierenden Instrumenten (Fräsern, Schleifern). Niemals in die gleiche Desinfektionslösung einlegen! Sortieren Sie beschädigte oder angerostete Instrumente aus, auch kleinste Rostpartikel können sich als Flug- oder Kontaktrost an Edelstahlinstrumenten ablagern.

Nach der vollständigen Desinfektion sollten die Instrumente unter fließendem Wasser (salzfrei!) abgespült und abgetrocknet werden, da Wasserrückstände zu Flecken und Verfärbungen führen können. Lassen Sie den Instrumenten nach der Sterilisation ausreichend Zeit für die Abkühlung, um Spannungsrisskorrosion vorzubeugen. Zur Pflege sollten die Gelenke nach der Sterilisation wieder vorsichtig mit speziellem harzfreiem Öl (z.B. "Ölbleistift") versorgt werden, um die Beweglichkeit zu gewährleisten und Beschädigungen (Reibungskorrosion) vorzubeugen. Hier ist der Einsatz von harzfreien Ölen (z.B. auf Paraffinbasis) nötig, um Rückstände bei der Wiederaufbereitung zu vermeiden.

Für die Aufbewahrung eignen sich geschlossene Kassetten oder eine UV-Box, die eine keimarme Atmosphäre gewährleistet. Noch besser: das einzelne Einschweißen in spezielle Folie vor der Sterilisation. So präsentieren Sie Ihren Kunden auch optisch einen "eigenen" Instrumentensatz und beweisen, dass Sie in Ihrer Institutshygiene dem medizinischen Anspruch voll gerecht werden.

Quelle: Georg Birkner, Helmut Ruck GmbH, Daimlerstr. 23, 75305 Neuenbürg, Fax: 07082-9442222