25.03.2005

Pflege mit Tiefgang: Entwicklungen in der Hautpflege-Forschung

Fotoquelle: Merz
Im Alter wachsen die Ansprüche an ein gutes Hautpflegepräparat. Forscher bemühen sich deshalb, Kosmetik näher an die Medizin zu rücken. "Keine Creme kann jedoch aus dem Gesicht einer 60-Jährigen das einer 16-Jährigen machen", betont Dr. Horst Wenck, Leiter der Forschungsabteilung bei Beiersdorf. Auf die Suche nach Faltenfreiheit machen sich der Chemiker und seine Mitarbeiter allerdings schon. Wie viele andere Hersteller von Hautpflegepräparaten auch, tüfteln sie an Biostoffen und Enzymhemmern, die den Alterungsprozess der Haut weiter hinauszögern, experimentieren mit Schleppermolekülen, die Wirkstoffe bis in tiefe Hautschichten schleusen, und fahnden nach neuen, potenten Kandidaten mit straffenden, aufbauenden, abschälenden oder hautberuhigenden Effekten.

Wichtige Werkzeuge für die Produktentwicklung lieferte die molekularbiologische Forschung in den 90er Jahren. Sie verschaffte den Experten neue Erkenntnisse über die Biologie der Haut. Mit diesem Wissen lassen sich Stoffwechselprozesse heute besser verstehen und gezielter manipulieren. Denn mit dem Alter verändern sich die speziellen Bedürfnisse der Haut, sie wird dünner und trockener und verliert an Elastizität. Ein klassischer Bestandteil von Pflegeprodukten für reife Haut ist zum Beispiel Harnstoff, der Feuchtigkeit in der Haut bindet. Oder die Vitamine A, C und E, die vor Schäden durch freie Radikalen schützen, regenerierend wirken und die Haut elastischer machen.

Eine weitere Motivation für die Forscher: Allein für Hautpflegeprodukte gaben Deutsche im letzten Jahr 2,459 Milliarden Euro aus. Keine Fehlinvestition für gutes Aussehen und gesunde Haut, meint Forscher Wenck: "Kosmetik ist nicht mehr nur ein Versprechen, an das man glauben muss, wie ein Kollege in den 60er Jahren gesagt hat. Sie hilft heute, den Alterungsprozess der Haut aufzuhalten."

Quelle: www.gesundheitpro.de