Pflanzenhilfe gegen Juckreiz

Wala-Pflanze des Monats: Eiche

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

11.04.2015

Quercus robur – zwischen Himmel und Erde

Für die Germanen war sie Orakel- und Weltenbaum, der verhindert, dass der Himmel auf die Erde fiel. Für unser heutiges Verständnis sind sie der Inbegriff von Beständigkeit: die guten alten Eichen, um die schon die Kelten in den Wäldern tanzten. Über 500, manchmal sogar 1000 Jahre alt kann eine Eiche werden und dabei eine Höhe von bis zu 50 Metern erreichen. Aber die Eiche kann noch mehr: Reich an Gerbstoffen, lindert die Eiche Juckreiz.

Arzneilich verwendet wird die glatte, unverborkte, sogenannte Spiegelrinde 10 bis 15 Jahre alter Eichen, deren hoher Gerbstoffgehalt für die zusammenziehende (adstringierende), austrocknende, stopfende, virushemmende, entzündungswidrige und darmstärkende Wirkung verantwortlich ist. Äußerlich werden Zubereitungen aus Eichenrinde bei Erkrankungen der Haut und Schleimhäute als Badezusatz, Gurgelmittel oder zu Umschlägen gegen juckende und nässende Ekzeme, Fußschweiß, Frostbeulen, Verbrennungen, Hämorrhoiden, Analekzeme und -fissuren sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie an den Augen eingesetzt. Innerlich findet Eichenrinde in Teemischungen gegen Sodbrennen oder akuten Durchfall ihre Verwendung.

Die hochwachsende und tiefwurzelnde Eiche verbindet die obere mit der unteren Welt und war deshalb für viele Völker Orakelbaum. Aus dem Rauschen der Blätter empfingen Priesterinnen und Druiden das Orakel. Als Weltenbaum stützte die mächtige Eiche den Himmel und verhinderte, dass dieser auf die Erde herabfällt. Entsprechend entsetzt waren die früheren Völker, wenn Eroberer wie Cäsar oder Missionare die heiligen Eichen fällten.

Auch die heilkräftige Seite der Eiche war bereits früh bekannt. Ärzte wie Dioskorides beschrieben bereits die arzneilichen Wirkungen. Und auch in der Volksheilkunde hatte die Eiche ihren festen Platz. Unter anderem sollen Hirten Regenwasser, das sich in Eichenstammlöchern sammelte, gegen Blutharn verwendet haben.

Die Pflanze bei WALA: Die Gerbsäure des Eichenblattes dämmt überschießende Stoffwechselprozesse ein und lenkt sie zurück in ruhige Bahnen. So klingen Entzündungen und allergische Reaktionen wie auch Juckreiz ab. Ein juckreizstillender Eichenrindenextrakt findet sich in Dr.Hauschka Seidenpuder. Die getrocknete und gemahlene Rinde wird hierfür mit Wasser extrahiert und sprühgetrocknet.

In WALA Arzneimitteln finden sich potenzierte Eichenrindenzubereitungen in Mitteln gegen Hämorrhoiden, Fissuren und Ekzeme, z.B. in Quercus-Essenz, Quercus Hämorrhoidalzäpfchen und Quercus Salbe. Calcium Quercus hilft bei Allergien, Ekzemen und Dermatitiden. In Aesculus/Prunus comp.Essenz wirkt die Eichenrinde zusammen mit Rosskastanie und Schlehe gegen Ödeme und Schweregefühl in den Beinen. In Cornea Levisticum comp. Augentropfen hilft die Eichenrinde bei Trübungen der lichtbrechenden Medien im Auge, also z.B. bei Linsentrübungen.