22.01.2010

Wala Pflanzenportrait Januar 2010

Pflanze des Monats: Wacholder

Wacholder / Foto: Wala Heilmittel GmbH
Wer die leuchtenden blauschwarzen Beeren des Wacholders pflücken will, muss sich an langen nadelförmigen Blättern vorbeimanövrieren – denn der Wacholder ist pieksig. Die Pflanze aus Europa, Nordasien und Nordamerika ist zweihäusig und hat männliche wie weibliche Sträucher zugleich. Der Wind sorgt für die Bestäubung. Aus den befruchteten weiblichen Blüten entwickeln sich beerenartige Früchte.

Wacholderbeeren sorgen dafür, dass die Nieren mehr Harn produzieren. Sie erhöhen vermutlich deren Durchblutung. Durch die vermehrte Ausscheidung, die den Organismus von Stoffwechselschlacken entlastet, hat Wacholder somit einen positiven Einfluss auf rheumatische Beschwerden. Wacholderöl ist in vielen Rheumamitteln zum Einreiben enthalten.
Verdauungsbeschwerden sind ein weiterer Einsatzbereich für die harzig schmeckenden Beerenzapfen. Das weiß auch die Volksmedizin, die Wacholder als Appetitanreger einsetzt. Die Beeren machen Speisen bekömmlicher. Wacholder löst Krämpfe, insbesondere der glatten Muskulatur. Er regt die Darmbewegung an und erhöht bei Schwangeren die Spannung des Uterus, weshalb Wacholderzubereitungen und wacholdergewürzte Speisen während der Schwangerschaft tabu sein sollten.

Viele medizinische Einsatzbereiche des Wacholders kannten bereits die Griechen und Römer im Altertum. Sie verwendeten die Heilpflanze zur Nierenanregung und als Desinfektionsmittel. Hippokrates nutzte die Beeren äußerlich zur Wundbehandlung, innerlich zur Beschleunigung der Geburt, bei Ausfluss und zur Förderung der Monatsblutung. Dioskurides empfahl Wacholder bei Brustleiden, Husten, Leibschmerzen und Bissen wilder Tiere. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts hielt sich die volksmedizinische Empfehlung, Wacholderbeeren vorbeugend gegen Grippe zu kauen.

Die Pflanze bei Wala: Den ätherischen Ölen des Wacholders spricht man wärmende und formende Eigenschaften zu. Im Wacholder spiegelt sich das Formende in den nadelspitzen Blättern wider. Gleichzeitig verbindet sich der Strauch über ein kräftiges Wurzelwerk stark mit der Erde und steht so in der Polarität von Erde auf der einen sowie Wärme und Licht auf der anderen Seite. Als nierenwirksames Arzneimittel gibt er seine wärmende und formende Kraft an den Menschen weiter, insbesondere bei Erkrankungen, bei denen eine erhöhte Ausscheidung erwünscht ist, um Stoffwechselablagerungen auszuschwemmen. Die reifen Beerenzapfen des Wacholders sind in Wala Nierentonikum enthalten, das bei Harnwegsinfektionen und Stoffwechselerkrankungen mit Ablagerungstendenz wirkt, sowie in Wala Akne-Kapseln, die den Stoffwechsel so anregen, dass die Haut entlastet wird. Wala Juniperus/Berberis comp. Kapseln (mit ätherischem Öl aus Wacholderbeeren) stärken die Niere.