19.12.2009

Wala Pflanzenportrait Dezember 2009

Pflanze des Monats: Augentrost

Augentrost / Foto: Wala
Auf den ersten Anschein erinnern ihre Blüten an Ackerstiefmütterchen oder kleine Orchideen. Doch die rede ist von einer uralten Heilpflanze, dem Augentrost. Ihr Name verrät ihren Einsatz: Als Spülung oder Umschläge, die aus dem Tee bereitet werden, hilft Augentrost bei verschiedenen Augen- und Lidrandentzündungen. Bei Gerstenkörnern helfen warme Umschläge aus Augentrosttee. Ermüdungserscheinungen der Augen, Lichtscheu und Brennen der Lidwinkel lassen sich mit Augentropfen behandeln, in denen Augentrost enthalten ist. Innerlich angewendet kann Augentrost-Tee die Wirkung der Augentropfen unterstützen.

Neben diesen ganz auf die Augen ausgerichteten Heilwirkungen zeigt Augentrost noch eine andere, erstaunliche Seite: Er wirkt kräftigend bei einer allgemein schwächlichen Konstitution, die mit häufigem Infekten und Lichtscheuheit einhergeht. Eine Teekur über einen längeren Zeitraum kann zum Verschwinden der Symptome führen.

Im Mittelalter wurde Augentrost rituell verräuchert, um Hellsichtigkeit zu erlangen. Den Bauern behagt der Augentrost auf den Wiesen gar nicht, was sie mit ihren diversen Namensgebungen wie Weibdieb, Heuschelm, Wiesenwolf, Milchdieb oder Gibinix ausdrücken. Sie sagen ihm nach, dass er den Grasertrag mindere, was wohl aus dem Wissen erwächst, dass er als Halbschmarotzer den Gräsern gelöste Mineralstoffe entzieht. Dadurch kann der Graswuchs tatsächlich gehemmt werden. Am Augentrost lesen die Bauern andererseits das Wettergeschehen ab: Erscheinen seine ersten Blüten an den Spitzen der Sprosse, so soll es einen frühen Winter geben.

Die Pflanze bei Wala: Unendlich durstig und sonnenhungrig ist der Augentrost, der seinen Wirten die mineralhaltige Flüssigkeit entzieht, um aus ihr sich zu nähren. Seine Stoffwechselkräfte hat er zurückgenommen, lässt sich ernähren durch das erdverbundene Gras und widmet sich dafür ganz seinen Blüten, die er zahlreich während seiner gesamten Vegetationsperiode bildet. Dem Nerven-Sinnes-System ist er damit ähnlich, das Sinneswahrnehmungen und Denken entfalten kann, weil es die Stoffwechselprozesse reduziert hat. So wird verständlich, dass der Augentrost das Auge anspricht und damit seinem Namen gerecht wird: Er wirkt ausgleichend und dämpfend auf zu starke Stoffwechsel-Blut-Prozesse vor allem im Nerven-Sinnes-Bereich, also auch im Auge. In Dr.Hauschka Kosmetik entfaltet der Augentrost seine beruhigende Kraft in der erfrischenden und stärkenden Dr.Hauschka Augenfrische, im Eyeliner liquid sowie im Mascara und Volume Mascara. Wala Euphrasia Augentropfen helfen bei geröteten und gereizten Augen.