11.08.2005

Neues Verfahren gegen Krampfadern: Schaum und Ultraschall

"Krampfadern"/Foto: Pressetext
Das Injizieren eines Schaums, der sich in den Gefäßen ausdehnt, ist bei der Behandlung von Krampfadern erfolgreich. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Ealing Hospital in London gekommen. 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen erkranken in einem höheren Lebensalter oder während der Schwangerschaft an Krampfadern. Neben einem unerfreulichen Anblick können sie Schmerzen verursachen, pochen und jucken. Laut George Geroulakos vom Ealing Hospital wurden jetzt mehr als 50 Patienten erfolgreich mit dem neuen Verfahren behandelt.

Verfahren zur Verödung der Venen mittels Injektion eines Wirkstoffes werden seit Jahren eingesetzt. Verödungen werden unter lokaler Betäubung durchgeführt und verursachen nur kleine Narben. Laut Geroulakos können Patienten nach der Behandlung mit dem neuen Verfahren bereits nach einigen Tagen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Der Einsatz eines Schaumes in Kombination mit Ultraschall gehört zu den neueren Behandlungsansätzen. Im Gegensatz zu einer Flüssigkeit wird der Schaum nach der Injektion nicht verdünnt. Aus diesem Grund ist die benötigte Menge kleiner und bleibt länger in der Vene. Die Wirkung des Schaums beruht auf der Beseitigung des Blutes. Er ist in der Lage einen besseren Kontakt mit der Innenseite der Venenwände zu erreichen. Alle diese Faktoren wiesen laut Geroulakos auf eine verbesserte Wirksamkeit hin.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Gefahr von Komplikationen mit dem Schaum geringer ist. Zusätzlich könne man mit dem Ultraschall genau sehen, wo sich der Schaum befindet, d.h. jede einzelne Vene werde sichtbar. Eine einzelne Schauminjektion reicht für einen halben Meter Vene. Nach dem Eingriff müssen die Patienten zwei Wochen lang einen Spezialstrumpf tragen. Anschließend sind die Strümpfe für eine weitere Woche nur noch tagsüber erforderlich. Für Geroulakos, der Patienten seit zwei Jahren mit dem neuen Verfahren behandelt, sind die ersten und vorläufigen Ergebnisse sehr viel versprechend. Voraussagen über einen längeren Zeitraum seien aber derzeit noch nicht möglich. (Quelle: Pressetext)