21.01.2009

Neue Verordnung für Tätowierungen und Permanent Make-up

Foto: dpa/Spiegel Online
Bei einer Tätowierung wird Farbe mit Hilfe von Nadeln in die Haut eingestochen. Während früher herkömmliche Tinte dazu verwandt wurde, greifen verantwortungsbewusste Tätowierer heute auf spezielle hautfreundlichere Tätowierfarben (in den verschiedensten Farbtönen) zurück. Um Tätowierungen und Permanent Make-ups zukünftig „verbrauchertransparent“ durchzuführen, hat der Bund eine neue Verordnung herausgegeben: Tätowierfarben werden zukünftig durch die Tätowiermittel-Verordnung geregelt. Diese Verordnung wurde im November 2008 veröffentlicht und tritt am 1.5.2009 in Kraft.

Sie verbietet zahlreiche gefährliche Inhaltsstoffe und regelt detailliert die notwendigen Produktangaben. Ab Mai 2009 müssen alle Farben beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit registriert werden. Dann müssen die Inhaltstoffe der Tätowierfarben auf den Verpackungen angegeben sein. Zu den dann nicht mehr zulässigen Substanzen gehören beispielsweise krebserregende Azo-Farbstoffe. Auch das durch metallhaltige Bestandteile der Farben erhöhte Allergierisiko soll die Verordnung mindern.

Um sicher zu gehen, dass die Farben keine krebserregende aromatische Amine oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten, lassen gewissenhafte Hersteller ihre Produkte oder Rohstoffe jedoch vom Chemisch Technischen Laboratorium (CTL) Bielefeld prüfen. CTL Bielefeld führt darüber hinaus auch Analysen zu Schwermetallen nach der Resolution ResAP(2008)1 des Europarates durch. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich Analysen für aromatische Amine, polizyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle zeigen lassen. Auf den Analysen muss außerdem die Charge (Lot) der Farbe angegeben werden. (Quellen: Neue deutsche Tätowiermittel-Verordnung, Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil 1, 27.Nov./ www.konsumo.de)