19.07.2007

Neue Regel für Angaben von Lichtschutzfaktoren

Foto: Pixelio
Den Lichtschutz bewirken UV-Filtersubstanzen. Sie sind zulassungspflichtig und dürfen nur eingesetzt werden, wenn ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit nachgewiesen ist. Das trifft für die meisten der marktüblichen UV-Filter auch zu. Einzig bei der Substanz 4-Methylbenzyliden Camphor (4-MBC) wurden bestehende Bedenken bislang nicht ausgeräumt: Der im Tierversuch aufgekommene Verdacht, 4-MBC könne die Schilddrüsenhormone beeinflussen, wurde bisher nicht widerlegt. 4-MBC wird daher derzeit auf europäischer Ebene neu bewertet.

Die Angabe des Lichtschutzfaktors auf Sonnenschutzmitteln wird sich ändern. Die Europäische Kommission hat empfohlen, die bisherigen kleinschrittigen Abstufungen der Lichtschutzfaktoren durch vier Kategorien zu ersetzen: So werden die Lichtschutzfaktoren künftig in den Kategorien niedrig, mittel, hoch und sehr hoch zusammengefasst.

Sonnenschutzmittel sollten aufgetragen werden, bevor man in die Sonne geht. Damit nach dem Auftragen 20 bis 30 Minuten zu warten, wie es auf einigen Verpackungen empfohlen wird, ist aber nicht notwendig. Die UV-Filtersubstanzen sind sofort wirksam. Bei längerem Aufenthalt im Freien muss man sich allerdings wiederholt eincremen, um den erwünschten Schutz aufrecht zu erhalten. Dabei sollte nicht mit dem Sonnenschutzmittel gespart werden. Wird zuwenig auf der Haut verteilt, wird auch der auf der Packung ausgewiesene Lichtschutzfaktor nicht erreicht. (Quelle: IDW)