13.04.2005

Neue Forschungsergebnisse zum Thema Haarausfall: Häufige Ursache ist eine kranke Schilddrüse

Phytopharmaka gegen Haarausfall/Grafik: S.-u.-M.de
Unter Haarausfall zu leiden ist für die meisten Betroffenen eine große psychische Belastung. Solange man pro Tag jedoch nicht mehr als etwa hundert Haare verliert, ist der Verlust normal. Es sind alte Haare, die absterben. Dafür wachsen neue nach. Jeder dritte Mann und etwa jede zehnte Frau leidet aber unter massivem Haarausfall, der sehr häufig von einer defekten Schilddrüse kommt.

Deutsche Universitäten erforschen derzeit auch die genetischen Ursachen des Haarausfalls. Die Gene sind jedoch nicht immer der Übeltäter. Eine groß angelegte Untersuchung zur Schilddrüsengesundheit ("Papillon-Aktion") hat ergeben: Fünf Prozent der Bevölkerung, das sind vier Millionen, leiden an einer Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose). Bei ihnen befinden sich zu viele Schilddrüsenhormone im Blut. Dadurch beschleunigt sich zwar das Wachstum der Haare, sie fallen aber auch schneller aus, werden immer dünner und feiner. Schließlich machen sich Geheimratsecken und flächendeckender Haarausfall unangenehm bemerkbar. Auch Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) verursacht häufig Haarausfall. Jeder zweite mit dieser Erkrankung ist davon betroffen. Haut und Haare sind dann oft trocken, rauh und stumpf. Insgesamt sind die Schilddrüsen von nahezu 30 Millionen Deutschen nicht in Ordnung.

Wissenschaftler der Ruhr-Universität in Bochum forschen derzeit nach pflanzlichen Wirkstoffen gegen die Kahlköpfigkeit. Den Forschern der Dermatologischen Klinik sei es nun erstmals gelungen, hormonell bedingten Haarausfall mit dem pflanzlichen Wirkstoffkonzentrat "Cimicifuga Racemosa" zu stoppen. Die Wirksamkeit beruht nach ersten Erkenntnissen auf einem von dem Kieler Universitätsprofessor Bernd W. Müller entwickelten und patentierten Mikro-Emulsions-Prinzip: ultra-fein verteilter Wirkstoff wird durch die Kopfhaut transportiert und kann so direkt an die Haarwurzeln gelangen (siehe Foto).
(Quellen: www.medizin-welt.de, www.schoenheit-und-medizin.de)