01.06.2005

Neue Facharztbezeichnung: "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie"

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Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Ärztetag Anfang Mai in Berlin beschlossen, die Facharztbezeichnung "Facharzt für Plastische Chirurgie" um den Zusatz "Ästhetisch" zu ergänzen. Somit lautet die neue Bezeichnung in der Musterweiterbildungsordnung "Facharzt/Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie". Die Landesärztekammern wurden gebeten, diese Bezeichnung in die Weiterbildungsordnungen der Länder aufzunehmen. Damit kommt auch in der Facharztbezeichnung zum Ausdruck, dass die Ästhetische Chirurgie neben der Handchirurgie, der Verbrennungschirurgie und der Rekonstruktiven Chirurgie ein Bestandteil des Fachgebietes Plastische Chirurgie ist.

Seit zwölf Jahren ist die Plastische Chirurgie als eigenes Fachgebiet in Deutschland etabliert. Nach der Approbation muss eine mindestens 6-jährige Weiterbildung absolviert werden. Dabei müssen über 600 Operationen selbstständig durchgeführt werden. Ästhetische Operationen sollten nur von Fachärzten mit langjähriger Berufserfahrung durchgeführt werden. Grundvoraussetzung für die Durchführung ästhetischer Operationen ist eine solide Kenntnis der Rekonstruktiven Chirurgie. Nur so ist gewährleistet, dass der Operateur auch plötzliche auftretende Komplikationen beherrschen kann.

Die Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie sind in Deutschland in der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC) zusammengeschlossen. Die VDPC ist wissenschaftliche Fachgesellschaft und gleichzeitig Berufsverband. Die Vereinigung der Deutschen Ästhetischen Plastischen Chirurgen (VDÄPC) repräsentiert diejenigen Mitglieder der VDPC, die sich schwerpunktmäßig mit Ästhetischer Chirurgie befassen.
(Quelle: VDÄPC/ Dr. med. Marita Eisenmann-Klein(VDPC), www.vdaepc.de)