12.03.2008

Neue Behandlungsmethode bei Hallux Valgus

Hallux valgus/Foto: merete
Beim Hallux-Valgus, der auch "Ballenzeh" genannt wird, handelt es sich um eine Knochenverformung im Bereich der Großzehe. Ein Hallux-Valgus stellt eine erworbene Fehlstellung dar, die sich infolge eines vorbestehenden Spreizfußes ausbildet. Häufig sind beide Füße betroffen. Die Fehlstellung tritt im Erwachsenenalter auf, meist bei Frauen. Beim Hallux-Valgus weicht der erste Mittelfußstrahl nach innen ab, für die Sehnen ergibt sich eine veränderte Zugrichtung, somit folgt eine Verdrehung der Großzehe nach außen. Auf der Höhe des Großzehengrundgelenkes entsteht der sogenannte „Ballen“. Die Sehnen können nun die veränderte Zugrichtung des Zehs nicht mehr kompensieren. Durch die Fehlstellung der Großzehe kommt es zu schmerzhaften Druckstellen, die eine chronische Entzündung zur Folge haben können. Die Entwicklung solcher Deformitäten ist in der Regel fortschreitend. In den meisten Fällen ist eine alleinige konservative Therapie (spezielles Schuhwerk und gezielte Gymnastik) nicht ausreichend.

Bei progressivem und schmerzhaftem Verlauf, ist eine operative Korrektur im Bereich des Vorfußes anzuraten. Es gibt eine Vielzahl verschiedenster Operationsmethoden mit einer hohen Anzahl an unterschiedlichen Implantaten und Instrumenten. In einigen Punkten haben die Operationsmethoden übereinstimmende Zielrichtungen: Angestrebt wird eine gewebeschonende Operation, eine frühe Belastbarkeit, eine schnelle knöchernde Heilung und eine schnelle Genesung. Im Hinblick auf diese Ziele wurde von Herrn Dr. med. D.-W. Haesen (ärztlicher Leiter der Klinik Fleetinsel in Hamburg) in Zusammenarbeit mit der Merete Medical GmbH eine Hallux Valgus Platte mit dem Namen „MetaFixTM I“ entwickelt

Diese Platte ist aus Titan, ist damit sehr leicht und sehr gut körperverträglich. Sie ist dünn und nach der Operation kaum spürbar. Zur besseren Anpassung an den Knochen, gibt es die Platte in vier verschiedenen Längen sowie in einer rechten und linken Ausführung. Sie mit vier Schrauben am Knochen befestigt. Die starke Tragkraft bewirkt, dass der Patient unmittelbar nach der OP den Fuß teilbelasten kann. Dies ist auch bei höher gewichtigen Patienten möglich. Auch bei Patienten mit osteoporotischem Knochen kann diese Platte erfolgreich implantiert werden. Die MetaFixTM I - Hallux-Valgus-Platte wird seitlich implantiert. Zum Schutz des korrigierten Fußes wird lediglich das Tragen eines flachen Verbandschuhs von ca. 2 Wochen empfohlen. Alle Implantate, die zur Knochenheilung (Osteointegration) in den Körper eingebracht werden, sind nach völliger Ausheilung des Knochens wieder zu entfernen. Über den Zeitpunkt entscheidet der behandelnde Arzt. (Quelle: merete)