25.02.2007

Narbenfreie Tattoo–Entfernung?

Foto-Quelle: Wikipedia
Wer sein Tattoo wieder entfernen lassen möchte, sollte sich in die Hände eines erfahrenen Dermatologen begeben, der mit Lasern arbeitet. Denn in den meisten Tätowierungsfällen kann der Laser helfen. Die Entfernung mit dem Laser hinterlässt allerdings bei rund einem Drittel der Patient/innen Narben. Insbesondere gelbe, blaue und grüne Farben, Profitätowierungen und übertätowierte Tattoos sind meistens nur mit Nebenwirkungen zu entfernen. Wichtig ist die sorgfältige Nachbehandlung der gelaserten Stellen.

Untersucht wurde jetzt in einer klinischen Untersuchung die Wirkung eines Gels mit einer Wirkstoffkombination aus Extractum Cepae (Zwiebelextrakt, antimikrobiell) Heparin, (Gerinnungshemmer, entzündungshemmend) und Allantoin (Purinabbauprodukt, heilungsfördernd). Das Ergebnis: Die Anwendung des Gels zwischen den notwendigen Laserbehandlungen kann die Häufigkeit von Narben halbieren. Das Gel war zuvor bereits mit guten Erfahrungen bei der Behandlung von Brandverletzten zur Narben-Vorbeugung eingesetzt worden. Nun untersuchten Wissenschaftler vom Prince of Wales-Krankenhaus in Hongkong die Wirksamkeit des Präparats in einer kontrollierten Studie auch bei der Nachbehandlung von gut 100 Patienten, denen Tätowierungen mit Lasern entfernt worden waren. Eine Hälfte der Behandelten erhielt zusätzlich zu den bei der Laserbehandlung üblichen Standardarzneimitteln auch das Gel mit der Wirkstoffkombination. Die Resultate im Einzelnen: Ohne das Gel entwickelten sich bei 23,5 Prozent der behandelten Tattoos in der Kontrollgruppe Narben. Bei den Gel-Anwendern war das nur bei 11,5 Prozent der Fall. Außerdem traten unter der Behandlung mit dem Gel nicht so viele Überpigmentierungen als Nebenwirkung der Lasertherapie auf. Lediglich 6 Prozent der Patienten verspürten ein leichtes Jucken.

Fragen zur Narbenbehandlung beantwortet auch Hautarzt Dr. med. Matthias Herbst: montags 18.30 - 19.30 Uhr unter der Narben-Hotline 0800 - 363 8362. Die kostenlose Hotline ist eine Einrichtung der "Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie" (ADK), einem Zusammenschluss von mehr als 250 Experten auf dem Gebiet der ästhetischen Medizin und Kosmetik. (Quelle: Hautstadt)