13.08.2007

Nagelprothetik mit Unguisan

Unguisan Produktgruppe/Foto: Greppmayr
Die Nagelprothetik ist ein Verfahren zur Herstellung künstlicher Zehen- und Fingernägel. Sie wurde von Josef Greppmayr (1901-1977) bereits Mitte des vergangenen Jahrhunderts entwickelt und 1953 patentiert. Dank ständiger Weiterentwicklung und Verfeinerung der Methode stellt sie heute die wohl vielfältigste und ausgereifteste Form des Nagelersatzes dar. Nagelprothetik ist untrennbar mit dem Kunststoff „Unguisan“ verbunden. Dieser Name ist aus den lateinischen Wörtern „unguis“ (=Nagel) und „sanus“ (=gesund) zusammengesetzt und spiegelt somit das oberste Behandlungsziel wieder.

Unguisan ist ein 2-Komponenten-Kunstharz, bestehend aus Pulver und Härterflüssigkeit. Einmal vermengt, beginnt sofort ein mehrere Minuten dauernder Vernetzungsprozess (Polymerisation), während dem der Anwender dem Kunststoff eine individuelle Form geben kann. Es entsteht ein künstlicher Nagel, welcher in Farbe, Form und Beschaffenheit der natürlichen Nagelsubstanz nachempfunden ist. Mit dem Restnagel verbindet er sich dauerhaft und schonend, und bildet so die Grundlage für die hier beschriebene Technik. Mit Unguisan lassen sich eine Vielzahl von Nagelproblemen therapieren, wobei zwischen chronischen Nagelschäden und vorübergehenden Deformierungen zu unterscheiden ist. Generell ist zu sagen, dass ein Restnagel vorhanden sein muss, um den künstlichen Nagel dauerhaft befestigen zu können.

Die je nach Situation lange Tragedauer der Nagelprothesen von bis zu drei Monaten ermöglicht die Realisierung langfristiger Therapieziele und betont den wirtschaftlichen Nutzen die Methode. Während des Tragens fühlt sich der Patient wohl und wird in keinerlei Weise in seinen Aktivitäten eingeschränkt. Der Kunstnagel wächst auf dem natürlichen Nagel mit und wird am besten mit diamantierten Feilen gekürzt. Übrigens lässt sich Unguisan auch hervorragend zur Befestigung von Orthonyxie-Spangen verwenden.