26.01.2006

Nachtkerzenöl für natürliche Hautpflege

Nachtkerze/Grafik : Beautiful Oils
Schonend gewonnene native Ölen haben seit langem eine wichtige Funktion für Hygiene und Hautpflege des menschlichen Körpers. Bereits in der antiken Badekultur spielten kostbare Massageöle eine entscheidende Rolle. Sie werden heute dafür verantwortlich gemacht, dass zu jener Zeit zivilisatorische Hauterkrankungen nahezu nicht vorkamen. Öle oder Fette, auch Lipide genannt, sind für den Aufbau der Zellmembranen wichtig und damit ganz wesentlich für die Gesundheit unserer Haut verantwortlich. Als Bestandteil von Blutgefäßen und durch ihr Vorkommen im Blut haben sie entscheidenden Einfluss auf die Funktion von Herz und Kreislauf. Besonders wichtig ist ein hoher Gehalt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung. Sie regen den Stoffwechsel an und wirken positiv auf unser Immunsystem. Sie regulieren unseren Fettstoffwechsel und sorgen für ein ausgeglichenes Blutbild. Einige Fettsäuren wie die Gamma-Linolensäure kann unser Körper nicht selbst produzieren.

"Nachhilfe" leistet hier die Nachtkerze: Durch den hohen Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA) aktiviert das Öl der Nachtkerze den Stoffwechsel, stärkt das Immunsystem und verbessert das Allgemeinbefinden. Durch die Einnahme von Nachtkerzenöl kann eine ausreichende und ausgewogene Versorgung des Organismus mit dieser essenziellen Fettsäure sichergestellt werden. Auch die Hautfeuchte wird durch GLA erhöht, so dass die im Nachtkerzenöl in besonders hoher Konzentration vorkommende Gamma-Linolensäure eine sehr wichtige Bedeutung für eine intakte Hautbarriere hat.

Die strahlend gelb blühende Nachtkerze war ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet. Auf Handelsschiffen gelangte sie im 17. Jahrhundert nach Italien. Von hier aus verwilderte sie und verbreitete sich über ganz Europa. Sie lebt zwei Jahre. Im ersten Jahr entstehen aus dem Samen Wurzeln und Blätter. Diese breiten sich dicht über dem Boden als Blattrosette aus. So überdauert sie den Winter. Im Frühling des zweiten Jahres bilden sich Stängel und Blüten. Die Pflanze wird über einen Meter hoch und blüht vom Frühsommer bis zum Herbst. Als Heilmittel war sie ursprünglich vor allem den Indianern bekannt: Für die Algonquin-Indianer waren verarbeitete Wurzeln, Rinde, Blätter oder Samen der Nachtkerze schlichtweg Volksmedizin. So ist überliefert, dass man mit Breiumschlägen aus zerstampften Nachtkerzensamen Hautausschläge wirksam lindern konnte. (Quellen: Beautiful Oils/Vitanet)