Multikönner Kokos

Wala Pflanze des Monats: Kokospalme

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

11.03.2015

Fruchtige Vielfalt

Die Kokosnuss ist botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht, zu der zum Beispiel auch die Mandel gehört: Der Samen samt Nährgewebe – das essbare weiße Kokosfleisch mit brauner Haut – ist von einem verholzten Kerngehäuse umschlossen, der braunen Kokosschale, die man gerne zu diversen Gegenständen verarbeitet.

Junge Palmsprossen, Palmherzen (der Wachstumskern der Palme), das weiße Kokosfleisch und auch das Wasser der Kokosnüsse sind beliebte Nahrungsmittel. In den Erzeugerländern sind Straßenstände mit noch unreifen, grünen Kokosnüssen, die zum Trinken angeboten werden, ein alltägliches Bild. Noch grün lassen sich die sechs bis sieben Monate alten Früchte mit einer Machete aufschlagen, um an das süßliche, fast klare Kokoswasser zu gelangen. Dieses ist übrigens steril, praktisch fettfrei und besitzt den gleichen isotonischen Wert wie Blut. Traditionell wurde Kokoswasser in Notfallsituationen deshalb als Infusionslösung verwendet.

Eine wichtige Zutat der asiatischen Küche, die Kokosmilch, sollte man nicht mit Kokoswasser verwechseln. Sie ist vielmehr der ausgepresste Saft aus dem Gemisch von frischem geraspeltem Kokosfleisch und Wasser. Cream of Coconut wiederum ist eine Mischung aus Kokosmilch und Kokosöl.

Aus dem getrockneten Kokosfleisch, der sogenannten Kopra, lassen sich Kokosraspeln oder Kokosöl gewinnen. Bereits bei Raumtemperatur erstarrt das Kokosöl, sodass es häufig als Kokosfett oder Kokosbutter bezeichnet wird. Es lässt sich als hoch erhitzbares Brat- und Frittieröl verwenden. Kokosfett findet aber nicht nur in der Küche Verwendung, sondern auch in Seifen, in Arzneimitteln und Kosmetika. Es stabilisiert die Komponenten einer Rezeptur und macht die Haut geschmeidig. Kokosöl dringt nur langsam in die Hautschichten ein und verleiht dadurch ein samtiges Hautgefühl. Es eignet sich deshalb auch gut als Massageöl. Man sagt dem Kokosöl zudem UV-absorbierende Eigenschaften nach, die allerdings eher gering ausfallen und als alleiniger Sonnenschutz nicht ausreichen. Dennoch basieren manche Sonnenschutzmittel deshalb auf Kokosöl.

Die Pflanze bei WALA: In der Dr. Hauschka Beruhigenden Maske, Melissen Tagescreme, der Regeneration Hals und Dekolletécreme sowie der Foundation 01 bis 05 ergänzt Kokosöl die pflegende Basis. Dabei verarbeitet das Kosmetikunternehmen ein natives Biokokosöl aus einem Anbauprojekt in Sri Lanka, das sowohl Naturland- als auch fair-for-life-zertifiziert ist. Das Öl wird aus vollreifen Früchten gepresst und ist weder raffiniert noch gebleicht oder desodoriert. Es behält dadurch seinen angenehmen Duft und Geschmack. Natürliche sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe bleiben in dem nativen Kokosöl erhalten, weil das weiße Kokosfleisch samt seiner braunen Haut gepresst wird.

Doch nicht nur auf Bioqualität und ökologisch nachhaltig bewirtschaftete Kokosplantagen mit Mischkulturen achtet man. Im Mittelpunkt des kleinbäuerlichen Anbauprojekts steht ganz wesentlich das soziale und wirtschaftliche Wohl der Menschen. Das bestätigt die fair-for-life-Zertifizierung, die das renommierte Institut für Marktökologie (IMO) ins Leben gerufen hat. Neben fairen und sicheren Arbeitsbedingungen achten die Projektbetreiber auf die Gesundheit der Anbauer und Mitarbeiter in der Ölmühle. Kinderarbeit ist ausgeschlossen, faire Bezahlung und Mitspracherecht der Beschäftigten und Farmer sind selbstverständlich.