18.05.2007

Mood-Food und Frühlingslaune

Foto: Pixelio
Gute-Laune-Essen, Seelennahrung, Wellness-Ernährung – der junge Begriff „Mood Food“ bezeichnet bestimmte Lebensmittel, die sich positiv auf unseren Gemütszustand auswirken. Das Thema Mood Food wurde auch wissenschaftlich untersucht: Der Botenstoff Serotonin, der sich beispielsweise in Schokolade und Bananen befindet, sorgt für Glücksgefühle. Heißhunger und auch die Lust auf Schokolade sind vielen nur zu gut bekannt – alles für das Serotonin.

Einleuchtend, dass der häufige Konsum von Schokolade und anderen Süßigkeiten natürlich mit viel Kalorien und wenig Wert für die allgemeine Gesundheit zu Buche schlagen. Ab und zu ein Stückchen Schokolade auf der Zunge zergehen lassen- kein Problem – man sollte es einmal mit einer dunklen Sorte (ab 70 % Kakaoanteil) versuchen, die einen relativ hohen Kakaowert aufweist. Zudem kommt der Aspekt, dass durch Antioxidantien ein Schutz für Herz und Kreislauf entwickelt wird, vermutlich sogar vor Krebserkrankungen, da sie Fänger von Freien Radikalen sind. Dennoch gilt auch bei der dunklen Schokolade: Die Menge macht´s, und diese sollte nicht zur Masse werden. Die Vorstufe zum Serotonin ist der Eiweiß-Baustein (Aminosäure) Tryptophan, den wir über die Nahrung aufnehmen. Statt dauernd zur Schokolade, tun es auch folgende Nahrungsmittel: Bananen, Ananas, Chili, Nüsse, Muskat, Milch und Milchprodukte (Käse!), Erbsen, Eier, Sojabohnen, Vollkornprodukte, Fisch, Kartoffeln, u.v.m.

Übrigens tut auch der Frühling selbst sein Übriges und lässt uns nicht hängen: Durch mehr Licht, wenn wir uns also wieder verstärkt im Sonnenlicht aufhalten können und dieses mit den Augen wahrnehmen, wird im Zwischenhirn vermehrt Serotonin ausgeschüttet. Dagegen hat Melatonin, das uns müde werden lässt und das wir für den Nachtschlaf wieder benötigen, schlechtere Karten: Es wird nun im Gegensatz zum Serotonin vermindert ausgeschüttet. Und was wir als „Frühlingsgefühle“ kennen, kann man diesen Erkenntnissen nach ebenfalls diesem Vorgang zuschreiben.