08.08.2007

Methoden zur Warzenentfernung

Dellwarzen/Fotoquelle: van herk/Wikipedia
Warzen sind nicht nur unschön und lästig, sie können auch schmerzhaft sein. Entgegen manchem Vorurteil sind sie kein vorrangiges Problem alter Menschen. Unter den etwa 12 Millionen Deutschen, die mit einem Warzenvirus infiziert sind, befinden sich mehrheitlich Kinder und Jugendliche. Warzen sind zumeist nicht gefährlich, sie sind aber unangenehm und können mitunter sehr schmerzhaft sein. Zudem erleichtern sie das Eindringen bakterieller Krankheitserreger in die Haut. Die Behandlung von Warzen sollte man in die fachkundigen Hände eines Dermatologen legen.

Eine mögliche Behandlungsmethode (neben Pflaster, Gel, Creme, Laser) zur Entfernung sehr hartnäckiger Warzen nennt sich Kürettage. Der aus dem Französischen stammende Begriff bezeichnet eine therapeutische Methode in der Dermatologie zum Entfernen durch Auskratzen von bestimmten Warzen. Der Begriff Kürettage leitet sich von dem verwendeten Instrument ab. Es steht für die Auskratzung mit der „Curette“, dem scharfen Löffel.

Eine weitere Methode, die sich auch zur Warzenentfrenung eignen kann, ist die Kryochirurgie. In der normalen Chirurgie wird eine Hautpartie auf- oder abgeschnitten. Die Kryochirurgie ist dagegen eine lokale Behandlung mit Hilfe extremer Kälte. Sie kann bei (Haut-)Krebsvorstufen sowie gutartigen und bösartigen Tumoren, z. B. Basalzell- und Plattenepithelkarzinome im Frühstadium, aber auch zur Behandlung von Warzen oder Aknenarben eingesetzt werden.
Durch die Bildung von Eis innerhalb der behandelten Zellen wird verändertes und bösartiges Gewebe abgetötet. Bei einer Temperatur von – 50º C beträgt die Absterberate des Tumorgewebes 100 Prozent. Zum Einsatz kommt bei der Kryochirurgie i.d.R. flüssiger Stickstoff (– 195º C). Dieser wird heute meist auf die betroffene Hautpartie aufgesprüht. Eine ältere Methode ist die Abkühlung von Metallstäbchen oder Tupfern im Stickstoff, die danach auf die zu behandelnde Hautpartie gedrückt werden. Vorteil der Kryotherapie ist der geringere Eingriff als bei der herkömmlichen Chirurgie. Die Zerstörung des nahe gelegenen gesunden Gewebes kann minimiert werden. Sie ist weniger kostspielig und rasch durchzuführen. (Quelle: Hautstadt)