01.08.2007

Locker vom Hocker: Mobile Massage boomt

Foto: Agnes Jansen/ViB/www.vib-net.de
Im Büroalltag sollte man Haltung bewahren. Wer täglich stundenlang gekrümmt vor dem Bildschirm klebt, riskiert ernsthafte Rückenleiden. Aber auch bei vorbildlicher Sitzposition bleibt man von Verspannungen nicht immer verschont. «Erleichterung können mobile Masseure verschaffen, die Verkrampfungen und Muskelschmerzen direkt im Büro behandeln», sagt Bruno Blum, Präsident des Verbands Physikalische Therapie in Hamburg. Meist reiche eine Shiatsu-Therapie oder eine Akupressur aus, um Verspannungen im Nacken- oder Rückenbereich wirkungsvoll zu lösen. Der Kunde/die Kundin kann währenddessen auf seinem Arbeitsplatz sitzen bleiben – selbstverständlich bekleidet.

Noch effektiver ist allerdings die klassische Massage auf einer Liege: «Vor allem größere Firmen stellen dem Masseur dafür häufig einen separaten Raum zur Verfügung», erläutert Blum. Die Massage in der Mittagspause sei übrigens sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zu empfehlen. «Studien haben gezeigt, dass durch solche regelmäßigen Behandlungen am Arbeitsplatz die Häufigkeit von Haltungsschäden deutlich sinkt», erläutert der Masseur. Die Folge seien weniger Krankheitstage. Darüber hinaus nimmt die Zufriedenheit unter den Mitarbeitern zu: Aggressionen, Angst und depressive Verstimmungen kommen deutlich seltener vor. All dies wirkt sich letztlich sehr positiv auf die Arbeitsleistung aus.

Somit verwundert es nicht, dass immer mehr Unternehmer in Deutschland mobile Massageteams engagieren und sogar die Rechnungen für die Massagebehandlungen übernehmen. In anderen Fällen bezahlen die Arbeitnehmer die Therapie selbst. Die Kosten lassen sich laut Blum beim Finanzamt absetzen. «Wichtig ist, dass es sich um professionelle Masseure oder Physiotherapeuten handelt», betont Blum. Er empfiehlt, sich beim ersten Besuch des mobilen Massageteams grundsätzlich die staatliche Anerkennungsurkunde zeigen lassen. Zwei Sitzungen im Monat von jeweils 20 Minuten Länge reichten dann für eine wirksame Prävention von Langzeitschäden aus. (Quelle: NetDoktor)