03.07.2006

Leckerer Hautschutz: mit Tomaten & Co gegen Hautalterung

Hautschutz kann auch lecker sein: So erzeugt der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse einen effektiven Eigenschutz der Haut. Das belegen aktuelle Untersuchungen Berliner Dermatologen mit Hilfe neuer Untersuchungsmethoden. Ihr Fazit: Gesund leben heißt, die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen und der Hautalterung entgegenzuwirken. Oder anders ausgedrückt, Obst- und Gemüseesser sehen länger jung aus.

Die Haut ist einer Vielzahl von Umwelteinflüssen ausgesetzt. Durch UV-Strahlung und Umweltschadstoffe kommt es zur Bildung hochreaktiver, freier Radikale in den Zellen. Diese schädigen die Erbsubstanz DNA, die Proteine und Lipide, die die Lebensvorgänge in den Zellen ausmachen und die Zelle und ihre Organellen umhüllen. Die Folge sind eine beschleunigte Alterung der Haut, eine Herabsetzung der Funktionen des Immunsystems und schlimmstenfalls Hautkrebs. Mit so genannten Antioxidanzien stehen dem Körper wirksame Abwehrmechanismen gegen diese Angreifer zur Verfügung. Dazu gehören u.a. die Vitamine A, C, D und E. Einen Teil der antioxidativen Substanzen bildet der Körper selbst. Andere müssen gänzlich von außen über die Nahrung zugeführt werden. Reich an Antioxidanzien sind pflanzliche Nahrungsmittel wie Möhren, Tomaten, Paprika und grüner Tee.

Mit Hilfe einer neuen Untersuchungsmethode (nichtinvasive optische Messung) haben die Forscher jetzt die Konzentration von Antioxidanzien (Betacaroten, Lycopin) in der Haut von Probanden mit einem Spektroskop gemessen, und zwar ohne eine Hautprobe entnehmen zu müssen - also live am lebenden "Objekt". Ergebnis: Antioxidanzien, die mit der Nahrung aufgenommen werden, reichern sich in der Haut an. Probanden, die sehr viel Gemüse aßen, hatten wesentlich höhere Konzentrationen von Karotinoiden in der Haut als Durchschnittsesser. Vegetarier lagen im Vergleich zu Personen mit durchschnittlichem Ernährungsverhalten fast beim doppelten Wert. Nach der Aufnahme großer Mengen Tomaten und roter Paprika (speziell Tomatenketchup und Paprikapaste) konnte ein kurzfristiger Anstieg der Karotinoidkonzentration gemessen werden. Krankheiten, extremer Stress und UV-Strahlen reduzierten dagegen die Konzentration von Antioxidanzien in der Haut. Andere Untersuchungsreihen mit fast 500 Personen hatten bereits herausgefunden, dass Menschen mit hohem Gehalt an Antioxidanzien in ihrer Haut für ihr Alter jünger aussehen und ihre Falten weniger tief sind, als die von Gleichaltrigen mit weniger Karotinoiden. Fazit: Hautschutz kann man essen - Obst und Gemüse sind wahre Jungbrunnen. (Quelle: Hautstadt/19.06.2006)