11.03.2007

Kunstnägel bei Kontaktallergie?

Foto: Pixelquelle
Frauen, die unter einer allergischen Kontaktdermatitis leiden, sollten beim Anbringen künstlicher Fingernägel auf deren Inhaltsstoffe achten. Eine retrospektive Studie hat sich vier Jahre lang mit unerwünschten Wirkungen dieser kosmetischen Verschönerung der Hände befasst. Das Ergebnis: Acrylmonomere, die während der Anbringung und Gestaltung künstlicher Nägel zum Einsatz kommen, können Auslöser von Kontaktallergien und allergischen Berufsdermatosen sein. Dies berichtet das Journal der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie.

Die Wissenschaftler hatten Patienten mit vermuteter allergischer Kontaktdermatitis auf eine Allergie gegen Acrylate getestet und die Ergebnisse ausgewertet. Die Schlussfolgerung der Forscher: Allergische Kontaktdermatitis auf Bestandteile von künstlichen Fingernägeln könnte eine verbreitete Ursache für Handekzeme sein. Bei den Probanden der Studie war dies bei 38,2 Prozent der Fall. Etwa die Hälfte der Patienten mit berufsbedingter Kontaktallergie war als Kosmetiker/in in Nagelstudios tätig. Alle Patienten zeigten Symptome an Händen und Fingern. Die Oberseite von Händen und Fingern sowie die Unterarme und entferntere Bereiche, wie Gesicht oder Nacken, waren häufiger bei Patienten mit berufsbedingter Kontaktallergie betroffen als bei anderen.(Quelle: Hautstadt)