10.04.2011

Hausmittel im Ayurveda

Kräuter gegen Zipperlein

Foto : Ayurveda Düsseldorf A. Jung
Die ca. 5000 Jahre alte indische Heilkunst Ayurveda bedeutet „Wissen vom gesunden und langen Leben“. Ayurveda ist ein ganzheitliches System, das Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet, die in direktem Austausch mit der Natur steht. „Du bist, was du isst“ – dieser Spruch hat im Ayurveda eine fast wörtliche Bedeutung, denn die Nahrungsaufnahme dient dort nicht nur der Sättigung oder dem Genuss, sondern sie ist beinahe schon eine Philosophie.

Im Ayurveda unterscheidet man drei Typen von Nahrungsmitteln: Nahrung, die träge macht; Nahrung, die reizt und Nahrung, die gesund erhält oder zur Gesundung beiträgt. Dazu zählen auch einige indische Kräuter, die in der ayurvedischen Medizin als Heilmittel eingesetzt werden. Beispiel Magen-Darm:

Gegen Blähungen helfen Kreuzkümmel (Asa foetida), aufgegossener geriebener Ingwer oder eine Mischung aus gerösteten Cumin-, Fenchel- und indischen Selleriesamen (Ajowan). Gegen Sodbrennen hilft – neben Stressreduktion! – Amla-Pulver, kräuter-Ghee oder frischer Papayasaft. Hartnäckigem Durchfall kann man laut Ayurveda mit folgendem Rezept beikommen: 1 Tasse gekochter Basmatireis mit 1 EL Ghee und 4 EL Joghurt vermischen. Das Gegenteil, die Verstopfung, bekommt man mit Leinsamen und Flohsamenschalen in Griff*. (*Quelle: Ayurveda Journal 1/2011)

Auch Erkrankungen der Atemwege, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen können ayurvedisch mit Kräutern aus der Natur erfolgreich behandelt werden.