16.06.2010

FH Jena: Forscher entwickeln Alternative zu Tierversuchen

Kosmetika ohne Tierversuche

Foto: FH Jena
Will man neue Kosmetika mit neuen oder veränderten Wirkstoffen auf den Markt bringen, muss man zuvor überprüfen, ob sie allergische Reaktionen auslösen. Dies geschah bisher im Wesentlichen durch Tests an Tieren sowie in geringem Umfang (und nur nach Vortestung) auch an Menschen. Seit 2009 sind Tierversuche im Rahmen von Untersuchungen für Kosmetikprodukte EU-weit verboten. Problematisch ist, dass es zu den Tierversuchen bisher nur wenig geeignete Alternativen gibt. Der Bedarf an neuen Wirkstoffen ist jedoch hoch, ebenso wie die Nachfrage nach Kosmetikprodukten auf pflanzlicher Basis.

Mit einer neuen Technik wollen nun Forscher der Fachhochschule Jena Tierversuche bei Untersuchungen für pflanzliche Kosmetikprodukte überflüssig machen. Die Wissenschaftler entwickelten ein Verfahren, das auf der Grundlage von Hautzellen (Keratinozyten) die Wirkungen von Pflanzenextrakten nachweisen soll.

Das Bundesministerium für Wirtschaft unterstützt das Vorhaben der Fachhochschule finanziell; in etwa drei Jahren soll ein komplettes Analysegerät für den Laborgebrauch fertiggestellt sein. Das Gerät werden dann die bisherigen Tierversuche ersetzen.