28.06.2011

Couven Museum „La Beauté – Zur Geschichte der Kosmetik“

Kosmetik von der Antike bis heute

Foto: Couven Museum
Die Schönheitsideale und die Mittel, sie zu erzielen, haben sich von Epoche zu Epoche gewandelt. Kosmetik diente schon immer der Pflege des Gesichts und seiner Verschönerung. Wohltuende Substanzen, betonter Farbauftrag und ausgesuchte Düfte sollten zu allen Zeiten die Erscheinung pflegen und mit einer anziehenden Aura umgeben. Doch die Kosmetik war ein Luxus, den sich Jahrhunderte lang fast nur die gehobenen Schichten leisteten. Das bezeugen die edlen Umhüllungen und fein verzierten Utensilien aus kostbarem Material in den verschiedenen Epochen.

Schönheitsmittel von der Antike bis zur Gegenwart sind nun unter dem Titel „La Beauté – Zur Geschichte der Kosmetik“ im Couven-Museum in Aachen zu sehen. Die Porträtkunst berichtet über die Jahrhunderte vom Wandel der Schönheitsideale und dem Wechsel der Moden, aber auch von den verbreiteten Schminktechniken. Sie allerdings waren für die Gesundheit häufig keineswegs ein Gewinn. So wurde die noble Blässe des weißen Gesichts seit der Antike mit schädlichem Bleiweiß erzeugt. Gesündere Rezepturen empfahlen die Kosmetikratgeber erst seit der Aufklärungszeit. Für die „hausgemachten“ Kosmetika der Friseure und Parfümeure, der Puderverkäufer und Galanteriewarenhändler waren die teuren Rohstoffe in den Apotheken erhältlich. Mit der industriellen Entwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts wurden die pflegenden und schmückenden Substanzen nun für breitere Schichten erschwinglich. Aber immer noch und auch weiterhin umgaben Puderdosen und Parfumflacons, Cremetöpfchen und schließlich die Hülsen des Lippenstifts in ihrer delikaten Ausgestaltung der Hauch von Luxus.

Die Ausstellung im Couven-Museum unternimmt einen Streifzug durch die Geschichte verführerischer Schönheitsmittel von der Antike bis zur Gegenwart. In Kooperation mit Babor Cosmetics als internationalem Aachener Traditionsunternehmen werden ausgesuchte Objekte und Gemälde zur Kultur der Schönheitspflege gezeigt und dabei auch ein Einblick in die schnelllebigen und doch so charakteristischen Trends der modischen Schönheit und ihrer Pflege von den 50er Jahren bis heute geboten.

Foto: Poudre "Pompeia", Pappdose 19. Jh., L.T. Piver, Paris, Slg. Ilse Sommer, Foto: Königs