10.05.2009

Kneipp dich fit

Foto-Quelle: Franz Bokmeier/Kneippsche Güsse
Eine alte Tradition aus dem Bereich der Naturheilkunde hat zur Zeit wieder Hochkonjunktur: das Wassertreten nach Kneipp, die so genannten Kneipp’schen Güsse. Ein gesunder Stoffwechsel, starke Abwehrkräfte und ein stabiler Kreislauf sind nur einige Faktoren, die das Wassertreten zu einer rundum gesunden Anwendung machen. Ist das Waten in kaltem Wasser (also das Kneippen) zwar hauptsächlich unter Wanderern bekannt, die ihre Füße in Bachläufen kühlen, wandelt sich das Wassertreten immer mehr zu einer beliebten Therapie- und Wellness-Anwendung.

Gerade Anfänger können ohne großen Aufwand mit dem Kneippen loslegen. Die Anwendung ist ganz einfach: Kaltes Wasser sollte bis eine Handbreit unters Knie reichen. In diesem Wasser schreitet man, wobei immer nur ein Bein im Wasser sein sollte und der Fuß immer ganz rauskommt. Der Vorgang dauert maximal zwei Minuten. Entscheidend für die positive Wirkung sind Wasser- und Körper-Temperatur. Niemals kaltes Wasser auf kalte Haut ist hierbei die Faustregel. Nach einem Gang im kalten Wasser ist es wichtig, die Füße zu wärmen und eine Pause von mindestens zwei Stunden bis zur nächsten Anwendung zu machen. Die Anzahl der Gänge kann individuell entschieden werden.

Das Waten durch Wasser, das eine Temperatur von maximal 17 Grad haben sollte, wirkt verschiedenen Erkrankungen entgegen. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Wetterfühligkeit können dadurch gemindert. Gleichzeitig kommt durch das Kneippen der Kreislauf in Schwung. Allerdings: Bei Menstruationsbeschwerden verstärkt das Wassertreten die Krämpfe. Auch bei Krankheiten von Nieren und Blase, den Geschlechtsorganen, des Unterleibs und bei Durchblutungsstörungen sollte man nicht Wassertreten, raten Experten. Abgesehen adavon aber trägt der Gang durch das kalte Wasser neben der positiven Wirkung auf die Gesundheit auch zur Steigerung des Wohlbefindens bei. Man fühlt sich lebendig und frisch.