17.07.2005

Kleine Algenkunde - Power aus dem Meer

Fotovorlagen: www.deutschesee.de; www.algenkapsel.de
1) Was sind eigentlich Algen?

Der Begriff Alge wird in der Algenkunde ("Phykologie" oder "Algologie") sehr unterschiedlich verwendet. Generell bezeichnet er im Wasser lebende pflanzenartige Lebewesen, die Photosynthese betreiben. In der Regel nicht zu den Pflanzen gerechnet werden die Blauagen, die zwar Gegenstand der Botanik sind, jedoch als Bakterien bezeichnet werden. Als Algen im engeren Sinne werden beispielsweise Kieselalgen, Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen bezeichnet. Hierzu gehören sowohl einzellige als auch mehrzellige Lebewesen. Zwar gibt es Algen auch an Land, beispielsweise an Baumrinden, hauptsächlich findet man sie aber im Meer und im Süßwasser. Dort bilden sie das Phytoplankton, den pflanzlichen Teil des Planktons. Besonders groß sind die Braunalgen, die ausgedehnte Tangwälder in den Küstenbereichen der Meere bilden. Insbesondere einzellige Algen gehen auch Symbiosen ein: Am intensivsten gediehen ist die Symbiose zwischen Algen und Pilzen in den Flechten.

2) Die Alge als Beauty-Produkt:

Es gibt etwa 25 000 verschiedene Algenarten, etwa 10 000 davon sind Meeresalgen, nur 800 wurden bisher erforscht, zehn davon sind für kosmetische Zwecke nutzbar. Aber die haben es in sich: Algen bestehen zu rund 50 Prozent aus reinem Eiweiß (das auch als Nahrungsmittel sehr gesund ist), sie enthalten vor allem feuchtigkeitsspendende Aminosäuren, Mineralsalze, Spurenelemente und reichlich verschiedene Vitamine. Algen lassen sich mit einem "biologischen Schwamm" vergleichen, sie können Feuchtigkeit bis zu 24 Stunden speichern. Diese Eigenschaft macht sich die Kosmetik-Industrie zunutze, Algenextrakte werden in Cremes, Masken und Lotionen eingebaut. In Akne-Präparaten wirken sie keimtötend. Auch gegen Cellulite kämpfen Algen-Auszüge erfolgreich, indem sie entschlacken und das Bindegewebe regenerieren.

3) Algen als Nahrungsergänzungsmittel:

Algen bzw. Meeresgras oder Seetang werden von Menschen schon seit Urzeiten als Nahrungsmittel benutzt. Für Japaner sind Algen ein Grundnahrungsmittel. Algen enthalten viele Mineralstoffe und Enzyme. Vor allem der Jodgehalt ist sehr hoch, ebenso wie der Kalziumgehalt. Dafür sind Algen arm an Fett und Kalorien. Die Japaner essen gerade deshalb so viele Algen, weil es bei ihnen als erwiesen gilt, dass die Algininsäure, die in Algen enthalten ist, radioaktive Substanzen und Schwermetalle auffängt und aus dem Körper transportiert. Somit sind Algen eine ideale Nahrungsergänzung.
Die bekanntesten und wohlschmeckendsten Algen sind: Arame (süßlich-milder Geschmack mit feinem Aroma), Hijiki (enthält sehr viel Kalzium, Eisen, Vitamin A und B und Eiweiß), .
Kombu (enthält viele Mineralien wie z.B. natürliches Glutamat), Nori (die wohl populärste Art des Seetangs, bekannt durch Sushi, enthält viel Eiweiß, Vitamin A und B12, Eisen und Kalzium) und Wakame. Letztere ist sehr bekömmlich und wird und wird am häufigsten für Suppen verwendet. Sie kann aber auch roh gegessen werden. Wakame hat eine antibakterielle Eigenschaft und unterstützt die Blutreinigung.
(Quelle: www.deutschesee.de)