17.08.2009

Wirksamkeit und Einsatzgebiete der Gleichstromtherapie

Iontophorese im Institut

Foto: Skin Care Forum (scf-online.de)
Iontophorese ist ein medizinisches Verfahren zur Aufnahme von Wirkstoffen durch die Haut mittels elektrischen Gleichstrom. Dabei müssen die entsprechenden Stoffe als Ion vorliegen, also eine eigene elektrische Ladung haben. Nur so können sie im elektrischen Feld beschleunigt werden und somit schneller die Haut durchqueren. Meist wird das Verfahren in der Dermatologie eingesetzt. Am bekanntesten ist die iontophoresische Behandlung mit Leitungswasser bei übermäßigem Schwitzen, in der Fachsprache Hyperhidrose genannt.

Die Iontophorese gegen Schwitzen ist eine konservative Therapie, die bei Hyperhidrosis an den Füßen, Händen und Achseln - also bei Schweißfüßen, Schweißhänden und Achselschweiß - gute Erfolge erzielen kann. Diese Therapie nennt sich Leitungswasser-Iontophorese und kann in Ein- oder Mehrzellenbädern durchgeführt werden. Bei einem 2-Zellen-Bad werden beispielsweise beide Behälter mit "normalem" Leitungswasser gefüllt und die Elektroden eingetaucht. Diese sind mit einem Steuergerät, das den Stromfluss regelt, verbunden. Werden nun Füße oder Hände in das Bad eingetaucht, fließt ein geringer Strom durch den Körper. Die Elektroden werden dabei nicht berührt, die Stärke beträgt maximal 60 Volt. Die Behandlung ist schmerzfrei, es „kribbelt“ nur ein bisschen an den entsprechend behandelten Körperstellen.

Außer bei der Hyperhidrose kann das Verfahren innerhalb der Dermatologie auch bei atropen Hautnarben und bei Cellulite wirksam werden.