04.06.2005

Im Trend: Medical Wellness

KU-Spezial/Baumann Fachverlage

Wertvolle Lektüre für Interessierte, die ein "Medical-Wellness-Konzept" planen: KU-Spezial "Medical Wellness". Die krankenhaus umschau (Fachmagazin für Führungskräfte in Gesundheitsunternehmen), Baumann Fachverlage, ISBN 3-922091-81-4, EUR 6.95

Das persönliche Gesundheitsmanagement hat einen neuen Namen: Medical Wellness. Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte erkennen zunehmend, dass auch für sie Wachstumsfelder wie Wellness, Fitness, Anti-Aging interessant sind. Der Markt außerhalb Krankenkassen-finanzierter Kernleistungen kann ein lukratives Geschäftsfeld sein. Die Verbindung von Wellness, Fitness und medizinischer Kompetenz spricht Kunden an, die nicht nur Spaß haben, sondern gleichzeitig etwas für ihren Körper und ihre Gesundheit tun wollen.

"Medical Wellness Programme sind insbesondere für Menschen mit bereits eingetretenen chronischen Erkrankungen indiziert, bei denen die Lebensführung einen großen Einfluss auf Entstehung und Verlauf der Erkrankung hat", erklärt Lutz Hertel vom Deutschen Wellness Verband. Diese Klarstellung soll auch mit der irrigen Meinung aufräumen, Wellness sei nur ein Thema für die Schönen, Reichen und Gesunden, die sich luxuriös verwöhnen lassen. Medical Wellness beginnt zuallererst im Kopf und hat die nachhaltige Änderung des Lebensstils im Sinne eines vorausschauenden persönlichen Gesundheitsmanagements zum Ziel. Das Wellness-Konzept, das derzeit überall im Trend liegt, wurde bereits vor über 50 Jahren von amerikanischen Präventivmedizinern entwickelt. Jetzt besinnen sich die hiesigen Anbieter im Tourismus auf die ursprünglichen Wurzeln und sprechen neudeutsch von "Medical Wellness".

Da der Begriff jedoch nicht geschützt ist, sollten sich Kunden bzw. Patienten zuvor über das Angebot der jeweiligen Kliniken informieren. Denn nicht überall, wo Medical Wellness drauf steht, ist auch "Ärztliches Wohlbefinden" drin. Das betont auch Hildegard Dorn-Petersen, Fachbereichsleiterin für Hotellerie und Tourismus im Deutschen Wellness Verband. Denn beispielsweise falle auch die Schönheitschirurgie in Wellness-Hotels neuerdings in die Kategorie "Medical Wellness". Dennoch gebe diese Orientierung im "Wohlfühlmarkt" dem Wellness-Tourismus spürbare Umsatzimpulse - wie z. B. im "Wohlfühl-Vorzeigehotel" Brenner's Park Hotel in Baden-Baden. Dort setzt man mit dem Konzept "Medical Spa" neben einem 5-Sterne-Komfort auf hochwertige medizinische Diagnostik, umfassende individuelle Beratung und ganzheitliche therapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Richtig verstanden und umgesetzt, ist demnach "Medical Wellness" sicherlich ein Zukunftsmarkt.
(Quelle: Deutscher Wellness Verband)