01.02.2014

Wala Pflanze des Monats: Engelwurz

Himmlische Heilpflanze

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Die Engelwurz – auch Angelika, Glückenwurzel oder Heiligenbitter genannt - ist in nördlichen Gefilden zuhause. Die Verwandte der Möhre liebt Flussufer und feuchte Wiesen und ist besonders in den Bergregionen zu finden. Die getrocknete Wurzel hilft bei Blähungen, Völlegefühl und Magen-Darm-Beschwerden – und gegen Husten.

Medizinische Verwendung findet die getrocknete Wurzel. Die stark aromatische Zubereitung regt die Magensaft- und Bauchspeichelsekretion an, ist dadurch appetitanregend und verdauungsfördernd. Sie desinfiziert den Darm, hilft bei Blähungen, Völlegefühl sowie Magen-Darm-Beschwerden und regt die Gallesekretion an. Wegen ihrer krampflösenden Eigenschaften lindert sie Husten. Die Volksheilkunde nutzt Salben und Bäder mit Engelwurz zusätzlich bei Rheuma und Gicht. Die Anthroposophische Medizin setzt Engelwurz überdies erfolgreich bei der Behandlung von Lymphdrüsenschwellungen ein.

Der Name Engelwurz entstand im Mittelalter, als einem Einsiedler der Erzengel Gabriel im Traum diese Pflanze als heilkräftiges, besonders gegen die Pest wirksames Mittel zeigte. Diese Vision passt zu dem Bild, dass die Heilkräfte in der übersinnlichen Welt angesiedelt sind, dort wo auch die Engel wohnen. Der wissenschaftliche Name Angelica heißt übersetzt ebenfalls Engel (lat. angelicus = Engels-), Archangelica bedeutet Erzengel. Engelwurz galt im Volksglauben als Beschützerin gegen böse Zauber oder Geister. Wikinger brachten die potente Heilpflanze im 10. Jahrhundert nach Mitteleuropa, wo sie sich bald großer Beliebtheit erfreute, in den Klostergärten kultiviert wurde und von dort auswilderte.

Die Pflanze bei Wala: Mit ihrer Vorliebe für feuchte Standorte offenbart die Engelwurz ihre Verbundenheit zum Wässrigen. Ein Missverhältnis zwischen den wässrigen und luftigen Kräften im Kopf-Hals-Bereich kann zu Erkältungen mit Schleimhautschwellung und trockenem Reizhusten führen. Die Engelwurz reguliert dieses Ungleichgewicht. Die Gärtner des Wala-eigenen Heilpflanzengartens ernten die Wurzel der Engelwurz im Winter, wenn die Pflanze im ersten oder zu Beginn des zweiten Wachstumsjahres steht. Die verarbeitete und potenzierte Wurzel ist Bestandteil von Wala Archangelica comp., das bei entzündlichen Veränderungen der Luftwege hilft, zum Beispiel bei Reizhusten.