18.10.2007

Hilfe bei Hyperhidrose durch Absaugen der Schweißdrüsen

Grafik Schweißdrüse: Hautteam Klinik Bochum
Jeder Mensch schwitzt - und das auch in erheblichem Umfang, was der Wärmeregulation des Körpers dient und hilft, Fett auf der Haut zu verteilen. Es gibt allerdings Menschen, die übermäßig schwitzen. Diese so genannte Hyperhidrose betrifft neben Händen und Füßen vor allem die Achselhöhlen. "Das übermäßige Schwitzen ist eine echte Krankheit, die nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen einschränkt, sondern sogar dafür sorgen kann, dass diese Patienten nicht gesellschaftsfähig sind", beschreibt Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum der Ruhr-Universität Bochum.

Botulinumtoxin kann helfen. Gerade in den Achselhöhlen, wo das Schwitzen besonders stark sein kann, werden aber chirurgische Methoden bevorzugt. Hoffmanns Arbeitsgruppe entwickelte daher eine Technik, mit der die Schweißdrüsen abgesaugt werden können. "Man bedient sich dabei einer speziellen Absaugkanüle, die wir mit der Firma Gaedigk zusammen entwickelt haben", so Hoffmann. "Diese Kanüle schabt gewissermaßen von innen die Schweißdrüsen in der Achselhöhle ab." Der Eingriff ist normalerweise ambulant möglich, Nebenwirkungen sind selten. (Quelle: IDW)

Weitere Informationen: Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum, Tel. 0234/509-3440/3460, E-Mail: k.hoffmann@derma.de