17.07.2006

Henna-Tattoos im Urlaub?

Foto: Hautstadt
Henna-Tattoos verblassen schon nach wenigen Wochen. Viele Touristen nutzen deshalb den Urlaub, um diese Art des Körperschmuckes einmal auszuprobieren - denn Angebote gibt es genug.

Henna ist ein Extrakt aus dem ägyptischen Färberstrauch Lawsonia inermis. Dieses Naturprodukt ist harmlos und führt zu einer dunkelroten bis braunen Färbung. Leider werden dem Henna oft synthetische Farbverstärker, wie z.B. para-Phenylendiamin (PPE) beigemischt, um eine Farbintensivierung bis ins Schwarze zu erreichen. Diese Substanzen sind stark allergisierend. Unter Umständen bilden sich an den bemalten Hautstellen Rötungen, Schwellungen, Bläschen und starker Juckreiz, oft erst, wenn die Farbe schon verblasst ist. Bei jedem weiteren Hautkontakt mit PPE oder verwandten Substanzen können sich ähnliche allergische Reaktionen entwickeln. Dies kann langfristige Folgen auf Ihren Alltag haben. PPE ist in vielen Textilien, Kunst- und Schaumstoffen und in Druckerschwärze enthalten. Ein Beruf als Friseur oder Laborant kann unter Umständen nicht mehr ausgeübt werden. Da man gerade an Urlaubsorten nie ganz sicher sein kann, welche Substanzen zugesetzt wurden, sollte man dort besser auf ein Henna-Tattoo verzichten. (Quelle: Hautstadt)