27.10.2013

Wala Pflanzenportrait Oktober: Wermut

Heilsamer Wermuts-Tropfen

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Ätsch heißt er, Gottvergeß oder Mottenstock – besser bekannt ist er allerdings als Absinth oder Wermut. Die Pflanze wird während der Blütezeit geerntet, danach getrocknet, zu einem Sud für Tinkturen verarbeitet oder zu ätherischem Öl destilliert. Der sprichwörtliche bittere Wermutstropfen gehört zwar nicht zu den Wohlgenüssen, birgt in seiner Bitterkeit aber eine potente Heilkraft.

Die Bitterstoffe und ätherischen Öle des Wermuts regen vor allem die Verdauung an. In der Volksheilkunde wird Wermut schon seit alters her gegen Appetitlosigkeit, Magendruck, Völlegefühl, Blähungen, aber auch bei Problemen mit der Leber und vor allem der Galle verwendet. Außerdem fand er Verwendung bei leichten Krämpfen, z.B. bei Menstruationsbeschwerden und als Wurmmittel. In der Homöopathie setzt man das Absinthium gegen epileptische Anfälle, nervöse und hysterische Krämpfe ein. Als frisches Gewürz wird Wermut wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften gerne zu fetten Speisen wie z.B. Gänsebraten verwendet. Bei dieser Spannbreite von Anwendungen versteht man, warum Hildegard von Bingen den "wermuda" zu den wirkungsvollsten Heilpflanzen zählte.

Der Wermut hatte seinen Platz nicht immer ausschließlich als Heilpflanze. Im alten Rom wurde dem Sieger eines Wagenrennens als Auszeichnung ein Gläschen Wermut kredenzt. Im 19. Jahrhundert war Absinthlikör zu einem wahren Modegetränk geworden. Die Folgen des übermäßigen Konsums waren jedoch extrem: Neben Suchterscheinungen führt das im Wermut enthaltene, fettlösliche ätherische Öl Thujon, das sich in Alkohol besonders gut löst, zu irreparablen Schäden des Nervensystems, zu Muskelkrämpfen oder auch Bewusstlosigkeit.

Die Pflanze bei WALA: Als Heilpflanze wirkt Wermut mit seinen den Gallefluss und die Magensaftproduktion anregenden Bitterstoffen der Erschlaffung entgegen. In WALA Arzneimitteln ist er deshalb in Mitteln gegen Verdauungsstörungen zu finden, z.B. WALA Gentiana Magen Globuli velati, WALA Enzian Magentonikum und WALA Bitter Elixier. Für WALA Arzneimittel wird ein rein wässriger Auszug aus Wermut hergestellt, der frei von Thujon ist und deshalb keine schädigenden Nebenwirkungen zeigt.