Heiße Tipps für warme Füße

Wie man den Wärmeorganismus stärken kann

Fotoquelle: Wala Arzneimittel GmbH

01.02.2016

Warum der Mensch Wärme braucht

Viele Menschen haben, vor allem in der kalten Jahreszeit, geradezu chronisch kalte Füße und Hände. Woran liegt das? Und was kann man dagegen tun? Im Folgenden finden „Frostbeulen“ Tipps und praktische Anregungen:

Unsere Sprache macht es deutlich: „Nestwärme“ ist die Grundbedingung für werdendes Leben. Ohne Wärme wären Leben und Gesundheit nicht denkbar, funktioniert doch das Immunsystem nur unter optimalen Wärmeverhältnissen. Entscheidend ist eine stabile Körpertemperatur von ca. 37 °C, denn schon eine Abweichung von wenigen Graden nach oben oder unten ist lebensentscheidend. Sinkende Außentemperaturen und aufkommende Nässe fordern unseren Wärmeorganismus. Ist er in seinem Gleichgewicht gestört, kann er zum Beispiel von einer Erkältung regelrecht überwältigt werden. Deshalb hat die „Pflege“ unseres Wärmeorganismus besonders in der kalten Jahreszeit einen hohen Stellenwert. Wie das funktioniert, verrät der Pflegedienstleiter an der Filderklinik, Rolf Heine:

Kleidung: Unsere Kleidung kann eine wichtige Wärmehülle sein. Geeignet sind vor allem natürliche Materialien. An erster Stelle steht Schurwolle, aber auch Baumwolle und verschiedene Mischtextilien wie Wolle-Seide sind empfehlenswert. Synthetische Materialien dagegen „hüllen“ weniger ein und stauen oft die Wärme.

Bewegung: Jede Art von Bewegung sorgt für eine bessere Durchblutung und damit auch für Wärme. Am besten bauen wir sie in unseren Alltag ein: indem wir auf dem Weg zur Arbeit eine U-Bahn-Station früher aussteigen oder öfter zur Kollegin ins Nebenzimmer gehen, um etwas zu besprechen, statt nur eine E-Mail zu schreiben. Bewegung, die sinnvoll und Freude bereitet, wärmt am besten!

Ernährung: Hilfreich sind regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten. Zuckerreiche Nahrung setzt zwar kurzfristig viel Energie frei und steigert die Immunabwehr, was übrigens auch akuter Stress tut. Doch mit dem bald folgenden Abfall des Blutzuckers entstehen auch Immundefizite – und damit steigt dann wieder die Anfälligkeit für Entzündungskrankheiten. Auch die Zusammensetzung der Nahrung ist von Bedeutung. Fette und Öle haben eine wärmende Wirkung. Auch viele Gewürze regen den Wärmehaushalt an. Ingwer, Kardamom und Pfeffer sind gerade in der kalten Jahreszeit ideal. Zitrusfrüchte wirken ebenfalls positiv. Wichtig dabei: möglichst voll ausgereifte Früchte essen!

Körperpflege: Ätherische Öle stimulieren den Wärmehaushalt. Besonders Rosmarin, Salbei und andere mediterrane Pflanzen mit einem hohen Anteil ätherischer Öle besitzen einen ausgeprägten Wärmecharakter. Waschungen am Morgen mit Präparaten, die diese Inhaltsstoffe enthalten, wirken stabilisierend. Wer richtig durchgefroren ist, kann sich in einem heißen, duftenden Bad entspannen. (Text: L. Krautkrämer/Quelle: www.wala.de)