26.04.2010

Deutsche Dermatologische Gesellschaft: Aufklärungskampagne über Hautkrebsrisiko

Hautsache gesund!

Foto: Fotofinder „dermoscope“
Haut ist mehr als Hülle: Das größte Organ des Menschen hat einen eigenen Stoffwechsel und vermittelt viele bewusste und unbewusste Sinneswahrnehmungen. Als Grenzorgan des Organismus zur Umgebung reguliert die Haut die Wärme, wehrt Infekte und Chemikalien ab und schützt den Körper vor Einwirkungen von außen. Auch für das Wohlbefinden der Menschen ist eine gesunde, intakte Haut sehr wichtig. Sich in seiner Haut wohl zu fühlen, setzt den Einklang von körperlichem und geistigem Wohlbefinden voraus. Umgekehrt gilt: Bei Hautproblemen leidet auch die Seele. Eine der schlimmsten Hauterkrankungen ist der Hautkrebs: In Deutschland waren 2008 rund 133.600 Hautkrebs-Neuerkrankungen registriert worden. Hautkrebs ist damit die am häufigsten auftretende Tumorerkrankung in Deutschland.

Zur Prävention und Information wollen Dermatologen daher in der europaweiten «Euro-Melanomawoche 2010» vom 3. bis 8. Mai verstärkt über das Risiko Hautkrebs aufklären. Ziel der Aktion sei, das Bewusstsein für die Hauterkrankung zu schärfen und auf rechtzeitige Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen hinzuweisen, so der Generalsekretär der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) Rudolf Stadler. Denn wenn die Tumorerkrankung zu spät erkannt werde, so Stadler, führe sie auch heute noch sehr häufig zum Tod. Hautkrebs sei auch nicht ein Problem des hohen Alters. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liege heute deutlich unter 60 Jahren.

Der Generalsekretär des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen, Klaus Fritz, teilte mit, dass seit Einführung des gesetzlichen Hautkrebsscreenings 2008 rund 20 Millionen Bundesbürger diese Leistung genutzt hätten, wodurch die Zahl der frühzeitig entdeckten Hautkrebserkrankungen gestiegen sei. Während der «Euro-Melanomawoche 2010», an der mehr als 20 Länder teilnehmen, wird es bundesweit zahlreiche Veranstaltungen geben, die zur Aufklärung über die gefährliche Hautkrankheit beitragen.