23.06.2007

Hautforschung: Kosmetika schützen die Haut

Foto: Pixelio
Für viele gehört sie zur Morgentoilette dazu wie die Dusche oder die Gesichtsreinigung: die allmorgendliche Feuchtigkeitscreme. Doch was bringt sie der Haut? Pflegt und schützt sie wirklich über den reinen Wohlfühlfaktor hinaus? Diese Frage hat sich wohl beinahe jede/r Anwender/in schon einmal gestellt. Chinesische und deutsche Forscher meinen: ja. In einer Studie maßen sie die Wirkung von Kosmetika auf die menschliche Haut. Die unter normalen, milden Laborbedingungen getestete Wirksamkeit könnte, so die Überlegung der Forscher, durch Umweltfaktoren wie Wind, UV-Licht etc. verringert werden. Mit der realen Wirksamkeit von Kosmetika unter raueren äußeren Bedingungen, so berichten die Wissenschaftler, haben sich jedoch bislang nur wenige Studien beschäftigt.

Die Forscher maßen den Feuchtegehalt der Haut ihrer Probanden und den Feuchtigkeitsverlust, den so genannten transepidermalen Wasserverlust (TEWL), vor und nach der Anwendung von Kosmetika unter genau definierten, raueren Umweltbedingungen. Die Forscher simulierten windiges Wetter und verabreichten eine UV-Dosis, die unterhalb der Sonnenbrandschwelle lag. Die übrigen Parameter, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wurden unter Laborbedingungen konstant gehalten.

Zwei, vier und acht Stunden nach dem Auftragen der Kosmetika wurden behandelte und nicht behandelte Hautstellen gemessen. Ergebnis: Der Feuchtigkeitsgehalt der Haut war zu allen Zeitpunkten nach der Anwendung höher und der Wasserverlust (TEWL) geringer. Der Hautfeuchte-Zustand verbesserte sich zudem nach drei Wochen der kontinuierlichen Anwendung der Produkte. Fazit der Forscher: Kosmetik-Produkte scheinen einen schützenden Effekt für die Haut zu haben, wenn die Haut Wind und UV-Licht ausgesetzt ist. Der normale Feuchtegehalt wurde besser aufrechterhalten und der Feuchtigkeitsverlust war geringer als in unbehandelten Arealen. (Quelle: Hautstadt)