02.03.2009

Hautforschung: Gefahren und Chancen

Fotoquelle: www.n24.de
Der Frühling naht, die ersten Sonnenstrahlen locken nach draußen. Doch so mild sie auch wirken, die Märzsonne hat es in sich. Dermatologen warnen daher ausdrücklich vor ungeschütztem Sonnengenuss. Ein entsprechender Lichtschutzfaktor ist auch hier immer noch die beste Vorbeugung vor dem gefährlichen Hautkrebs.

Die Haut ist nämlich das Organ, das am häufigsten von bösartigen Krebserkrankungen befallen wird. Bei rechtzeitigem Erkennen bestehen sehr gute Heilungschancen. Vor allem der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, an dem etwa 15.000 Menschen in Deutschland leiden, ist bekannt. Doch zweimal so häufig ist der weniger bekannte weiße Hautkrebs, das maligne Spinaliom, das sich aus den entarteten Zellen der mittleren Stachelzellschicht in der Haut entwickeln kann. Der häufigste Hauttumor ist das sogenannte Basaliom. Im Gegensatz zu diesem ausschließlich lokal wachsenden Tumor kann das Spinaliom Metastasen streuen. Der weiße Hautkrebs ist somit auf dem Vormarsch.

Risikofaktoren sind in erster Linie Alter und Sonne: "Mit der steigenden Lebenserwartung wird der Stachelzellenkrebs in den letzten Jahren immer häufiger", erklärt Professor Dr. Alexander Enk, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Heidelberg. Betroffen sind vor allem ältere Menschen; das Durchschnittsalter liegt bei 70 Jahren. Die Tumoren treten oft an sonnenexponierten Körperregionen, im Gesicht - dort im Mundbereich und an der Nase - oder an den Armen, auf. Mittlerweile weiß man, dass Sonnenlicht zu Genmutationen und zu ungezügelter Vermehrung von Krebszellen führt. Rechtzeitige Entfernung des Tumors ist die beste Therapie. Mit Hilfe moderner molekularbiologischer Techniken arbeiten die Wissenschaftler daran, neue Strategien bei der Behandlung der bösartigen Tumoren zu entwickeln, die die bislang begrenzten Erfolge von Strahlen- und Chemotherapie übertreffen. (Quelle: IDW/ Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg, www.klinikum.uni-heidelberg.de/)