08.11.2013

Dermato-Endokrinologie: Haut als Hormonproduzent?

Haut und Hormone

Foto: Logo DDG

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Ein Multitalent: Die menschliche Haut ist schützende Hülle, Wächter des Immunsystems, Temperaturregulator, Sinnesorgan, Kommunikationsmittel und Vitamin-D-Lieferant zugleich. Beeinflusst wird unser größtes Organ durch Hormone, welche beispielsweise für Hautalterung oder Akne sorgen. Die Haut kann aber andererseits auch Hormone herstellen.

Laut aktueller Publikation zur Dermato-Endokrinologie weisen die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) auf die Komplexität der Hormonvorgänge in der Haut hin und sprechen sich für eine interdisziplinäre Forschung und Behandlung hormonell bedingter Hauterkrankungen aus.

Ob Akne, Hautalterung oder „Damenbart“ (Hirsutismus) – die Fächer Dermatologie (Haut) und Endokrinologie (Hormone) sind eng verzahnt. So begünstigen zum Beispiel Stresshormone die Entstehung von Akne und bestimmte Gehirnhormone stimulieren die Produktion von Mitessern.

Für die Behandlung von Hautproblemen haben diese Erkenntnisse eine große Bedeutung. So könne beispielsweise das Hormon Östrogen lokal auf der Haut angewendet werden, um die Haut - besonders die weibliche in den Wechseljahren - dicker, elastischer und feuchter zu machen. Neu ist die Erkenntnis, dass Hormone auch in der Haut produziert werden: Darunter befinden sich auch ein schmerzlinderndes Hormon und eins, das die Hautpigmentierung fördert.

Experten sind sich einig, DASS die Haut eine Hormondrüse ist. WIE genau sich Haut und Hormone allerdings wechselseitig beeinflussen, muss jedoch noch weiter erforscht werden. Hautärzte und Hormonexperten werden demnach in der neuen Disziplin Dermato-Endokrinologie gemeinsam forschen. (Quelle: www.derma.de (DDG),