27.09.2006

Hara Massage: Kraft der Mitte

Foto: Gesundheitstrends.de
Der Begriff "Hara" kommt aus dem Japanischen und bedeutet Bauch. Der Bauch hat in der asiatischen Welt eine ganz besondere Bedeutung (das uns bekannte Wort Harakiri bedeutet übrigens "Selbstmord durch Bauchaufschlitzen"). Der Bauch ist die Mitte des Selbst - das Lebenszentrum. Das Energiezentrum des Bauches, der Harapunkt, liegt etwa zwei Finger breit unterhalb des Bauchnabels. Dort sollen sich Kraft, Vitalität und Stille vereinen. Nach Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verbinden sich im Bauchnabel die Energien der Drüsen, des Gehirns und des Nervensystems. Die Lebensenergie kann sich zwar überall im Körper stauen, aber im Bereich um die Nabelgegend sind die Auswirkungen von Energieblockaden auf die Gesundheit besonders nachhaltig.

Die japanischen Samurai nutzen seine entspannende Kraft für den Schwertkampf. In der Massage wird er zur Selbstbeobachtung und Selbstregulation genutzt. Sich mit diesem Zentrum wieder zu verbinden, bedeutet, tiefe Entspannung und Gelöstheit zu spüren. Die liebevolle Annahme aller Gefühle, die während der Massage auftreten, bringt uns zurück an den kraftvollen und sicheren Platz unserer "Mitte". Die Hara Massage ist somit eine Form der Körperarbeit, die sich nicht nur auf die Lockerung der Muskulatur zur Lösung von Verspannungen und Blockierungen beschränkt, sondern auch zur tieferen Bewusstseinsarbeit und Selbsterkenntnis führen kann.

Die Hara Massage ist auch in der Seitenlage möglich. Diese Position ist besonders für Schwangere und Menschen mit Bauch- und Rückenlagenschwierigkeiten sehr zu empfehlen.