22.06.2005

Happy sunshine: heiße Tipps für gesundes Sonnenbaden

Sonne ist gut für das Gemüt und - bedingt - auch für den Körper. Doch oft hat unsere Haut gerade bei sehr heißen Temperaturen viel auszuhalten und zu leiden. Jeder auch noch so kleine Sonnenbrand ist einer zu viel und erhöht das Hautkrebsrisiko. Wer den Sommer genießen will, sollte einige Regeln zum Thema Sonnenschutz befolgen:

1) Die eigene Lichtempfindlichkeit richtig einschätzen. Wie lange man ungeschützt in der Sonne bleiben darf, überschätzen viele. Diese Zeit hängt vom Hauttyp ab, der in vier Kategorien eingeteilt wird (von rothaarig und hellhäutig bis mediterran).

2) Lichtschutzfaktor richtig wählen. Der benötigte LSF hängt vom Hauttyp und der Intensität der Strahlung ab. In den Tropen oder auf den Bergen ist die Strahlung höher, daher muss der LSF höher sein als im heimischen Stadtpark. Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man im Schatten bleiben. Auf diese vier Stunden entfällt die Hälfte der UV-Strahlung des ganzen Tages.

3) Richtige Grundlage wählen: Sonnenmilch ist nicht für jeden geeignet. Wer zu Pusteln oder Allergien neigt, sollte auf ein fett- und emulgatorfreies Gel ausweichen. Cremes eignen sich vor allem für kleine Flächen wie das Gesicht oder die Schultern. Die Lippen brauchen einen speziellen Pflegestift.

4) Gegen A und B schützen. Die UV B-Strahlen sind für Bräunung und Sonnenbrand verantwortlich. UV A lässt die Haut altern und kann möglicherweise Hautkrebs auslösen. Sonnencremes sollten daher gegen beide Strahlungsarten schützen. "Sonnenterrassen" wie Nase, Lippen oder Ohren brauchen einen besonders starken Schutz. In Apotheken gibt es UV-Dosimeter: Diese Strips werden auf die Haut geklebt und mit eingecremt. Durch Verfärbung zeigen sie, wann es genug Sonne war.

5) Früh genug auftragen. Sonnenschutzmittel entfalten ihre Wirkung erst nach etwa einer halben Stunde. Nachcremen verlängert nicht die Schutzzeit, gleicht aber den Verlust von Sonnencreme, etwa durch das Abtrocknen, aus. Wichtig: reichlich Sonnenschutzmittel verwenden. Faustregel: Eine 250 Milliliter-Flasche pro Person und Woche. Auch wenn man einen wasserfesten Sonnenschutz hat: Im Wasser und durch das Abtrocknen löst er sich dennoch von der Haut.

6) After-Sun-Pflege: Durch die Sonne und das Schwitzen trocknet die Haut stark aus, durch das Baden gehen feuchtigkeitsbindende Substanzen verloren. Außerdem schädigen die UV-Strahlen die Hautzellen und das Fasereiweiß Kollagen. Die Folge: Sonnengeschädigte Haut wird trocken und schuppig, sie reagiert gereizt. Eine normale Körperlotion reicht jetzt nicht aus. After-sun-Produkte lassen sich leicht verteilen und enthalten meist nur wenig oder gar kein Fett. Sie kühlen die Haut und helfen ihr beim Regenerieren. Außerdem enthalten sie Feuchthaltefaktoren wie Glycerol oder Aloe vera, die das Wasser in der Hornschicht binden. Produkte mit reizlindernden und heilungsfördernden Substanzen wie Dexpanthenol oder Extrakte aus Hamamelis oder Ringelblume eignen sich besonders für Menschen mit empfindlicher Haut, weil sie weitgehend auf Farb- , Parfüm- und Konservierungsstoffe verzichten. Wer Probleme mit Mallorca-Akne hat, sollte auf fettfreie Produkte achten, denn Emulgatoren können bis zu 24 Stunden auf der Haut haften.

Quelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände/www.aponet.de