13.12.2004

Haltbarkeit und Konservierung von kosmetischen Produkten

Laut Gesetz müssen unangebrochene Kosmetik-Produkte mindestens 30 Monate lang haltbar sein. Anderenfalls müssen sie mit einem entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden. Bei bereits angebrochenen Produkten ist ihre Haltbarkeit hauptsächlich von ihrem Wassergehalt, der Keimbelastung und den Aufbewahrungsbedingungen (Licht, Temperatur) abhängig. Verändert ein Produkt sein Aussehen (Farbe, Konsistenz, sichtbares Entmischen der Bestandteile) oder den Geruch, dann soll man es lieber wegwerfen.

Konservierungsmittel in Kosmetika sollen die Vermehrung von Mikroorganismen eindämmen, damit das Produkt nicht verdirbt. Die Naturkosmetikbranche setzt auf Alternativen zu den umstrittenen chemischen Konservierungsmitteln. Doch auch sie verzichtet nur selten gänzlich auf Konservierungshilfen. Mit extremer Hygiene bei der Herstellung kann die Keimfreiheit der Kosmetika erreicht werden. Als positive Nebeneffekte werden oft die konservierenden Eigenschaften verschiedener ätherischer Öle genutzt, die gleichzeitig dem Produkt eine Duftnote verleihen. Als natürliche Konservierungsmittel werden auch Alkohole aus natürlicher Gärung eingesetzt. Zulässig sind ebenfalls Sorbinsäure und Benzoesäure, die sich in der Konservierung von Lebensmitteln bewährt haben. Wenig bzw. keine Konservierung bedürfen Produkte, die in Tuben und Spendern abgefüllt werden, da diese Verpackungsform den Kontakt mit der Luft verhindert.

Und so bleibt Kosmetik länger haltbar: lichtgeschützt und kühl lagern; auf Hygiene achten: bei Cremes in Tiegeln Spateln benutzen; Tuben und Tiegel sofort nach Entnahme dicht verschließen, um die Keimbelastung aus der Luft zu minimieren; einen hygienischen Vorteil bieten z.B. Spender; selten verwendete Kosmetika in kleinen Portionsgrößen kaufen; bei häufig verwendeten und länger haltbaren Kosmetik auf Nachfüllmöglichkeiten achten.

Reagiert die Haut mit Rötung oder Irritationen auf bestimmtes Produkt, dann ist das Meiden die erste Maßnahme. Wichtig ist auch zu wissen, welcher Stoff für die Unverträglichkeit verantwortlich ist. Ein Blick auf die Deklaration kann dann eine erneute "Irritation" ersparen. Die "Verbraucher Initiative" hat die gebräuchlichsten Konservierungsmittel in Kosmetika in einem vierseitigen Faxabruf (0190/150 270 121) zusammengestellt und bewertet.

Quelle: www.verbraucher.org