03.06.2009

Plasmatechnik bei Hollywood Nails

Haftung mit Gewähr

Foto. Hollywood Nails
„Soft Bond“ ist nicht etwa der Spitzname eines neuen smarten 007-Darstellers, sondern die Bezeichnung für ein innovatives Produkt in der Nagelbranche: Zusammen mit der technischen Hochschule Göttingen entwickelte das Remscheider Unternehmen Hollywood Nails eine physikalische Haftvermittlung auf Basis der Plasmatechnik. Diese kennt man bisher überall dort, wo es darum geht, Oberflächen für Beschichtungen zu präparieren. Gerade im Maschinenbau, der Automobilindustrie oder in der Luft- und Raumfahrt-Technik hat sich die Plasmatechnik bewährt.

Neu ist der Einsatz der Plasmatechnik direkt am Menschen: Mit der Entwicklung des Soft Bond-Gerätes ist es Hollywood Nails gelungen, bei der Haftvermittlung zwischen dem Naturnagel der Kundin und dem Modellage-Kunststoff gänzlich auf chemische Substanzen zu verzichten. Auch Nagellacke halten dank der Plasmatechnik besser und länger auf Naturnägeln.

So funktioniert die Haftvermittlung im Nail-Design:
Die Naturnagelplatte ist unpolar. Damit kann der Kunststoff im Nail-Design keine nachhaltige Verbindung mit dem Naturnagel eingehen. Bei der herkömmlichen chemischen Haftvermittlung wird der Naturnagel mit positiv und negativ geladenen Teilchen angereichert und ist somit polar. Allerdings wird dabei die Nagelplatte unwiderruflich verändert. Jetzt kann der Kunststoff eine nachhaltige Verbindung mit dem Naturnagel eingehen. Die Nagelplatte bleibt aber verändert - auch wenn die Nagelmodellage später entfernt würde.

Bei der Haftvermittlung mit dem Soft Bond entsteht jedoch ein Plasma auf der Nageloberfläche, das stark ionisierte Teilchen aufweist. Dieser Vorgang ist reversibel, könnte also z.B. durch Fingerklopfen auf der Tischplatte rückgängig gemacht werden. Die Pole im Plasma sind perfekt für die Verbindung zwischen Kunststoff und Naturnagel geeignet. Selbst nach der fertigen Modellage hat sich die Naturnagelplatte nicht verändert.