24.02.2008

Gutes Essen, schlechtes Essen: Fastfood als Risikofaktor

Riesen-Burger/Fotoquelle: pixelio/R.L.
Zuviel Fast Food und zu wenig Bewegung können die Leber schon innerhalb von vier Wochen schädigen: In einer Studie mit 18 gesunden Menschen wiesen elf bereits nach Ablauf eines Monats, in dem sie sich fast ausschließlich von Fast Food ernährt hatten, stark erhöhte Werte des Enzyms Alanin-Aminotransferase (ALT). Das Enzym zeigt Schäden der Leber an und ist in dieser Menge normalerweise bei Menschen zu beobachten, die regelmäßig große Mengen an Alkohol zu sich nehmen, berichten Stergios Kechagias von der Linköping-Universität und sein Team.

Für die Studie rekrutierten Kechagias und sein Team 12 männliche und 6 weibliche gesunde, schlanke Studenten. Alle erklärten sich bereit, einen Monat lang mindestens zwei Mahlzeiten pro Tag in einem Schnellrestaurant zu sich zu nehmen und ihre Bewegung auf weniger als 5.000 Schritte pro Tag zu reduzieren. Eine Vergleichsgruppe mit gleicher Größe und Zusammensetzung sollte während dieser Zeit ihr Leben und ihre Ernährungsgewohnheiten normal weiterführen. Beide Gruppen gaben sowohl vor Beginn der Studie als auch in regelmäßigen Abständen während der Untersuchungsphase Blut ab. Außerdem wurde das Gewicht bei allen Teilnehmern überwacht.

Nach vier Wochen hatten die Mitglieder der Fast Food-Gruppe durchschnittlich 6,5 Kilogramm zugenommen, wobei ein Teilnehmer allein innerhalb der ersten zwei Wochen 12 Kilogramm zulegte. Die Untersuchung der Blutproben ergab, dass die Menge an ALT im Blut schon nach einer Woche stark anstieg und am Ende des Monats durchschnittlich mehr als das Vierfache der Anfangswerte betrug. Bei elf Probanden stiegen die Werte auf Level, die einen Leberschaden anzeigen. Ursache für diese extremen Anstiege, so Kechagias, ist die Gewichtszunahme und besonders die gesteigerte Aufnahme von Zucker und Kohlenhydraten. Einer der Studienteilnehmer entwickelte außerdem eine Fettleber, die anderen zeigten einen erhöhten Anteil von Fett in ihren Leberzellen. Dieser Zustand ist mit einer erhöhten Insulinresistenz der Zellen verbunden, was zu Diabetes oder Herzkrankheiten führen kann. In der Vergleichsgruppe war keine der Veränderungen zu beobachten. (Quelle: Deutscher Wellnessverband)