09.08.2010

Gesellschaft Deutscher Chemiker: Warum Äpfel so gesund sind

Gesunde Radikalfänger: Äpfel & Co

Foto: © Rainer Sturm / PIXELIO
„An apple a day keeps the doctor away“ – ein Apfel am Tag erspart den Arzt: Äpfel sind zwar keine Allheilmittel, aber ihre Inhaltsstoffe haben tatsächlich gesundheits- und schönheitsfördernde Wirkung. So reparieren Pflanzenstoffe in Äpfeln zum Beispiel geschädigte Darmzellschichten: Die Zellen schmiegen sich wieder dicht aneinander und die Zellzwischenräume schließen sich. Dadurch passieren schädliche Stoffe die Darmwand nicht und gelangen nicht ins Blut. Außerdem hemmen die Apfelinhaltsstoffe Entzündungen und verringern oxidativen Stress, was sich auch auf das Hautbild übertragen kann.

Polyphenole in Äpfeln fangen nämlich in menschlichen Zellen Radikale ab. Die Apfelinhaltsstoffe mobilisieren außerdem Enzyme, beispielsweise solche, die für Entgiftungen zuständig sind. Zudem bildet der Körper mit den Pflanzenstoffen weniger der Botenstoffe, die Entzündungen auslösen.

Radikalfänger wie Polyphenole finden sich übrigens nicht nur in Äpfeln, sondern auch in anderen Obst- und Gemüsesorten, beispielsweise in Zwiebeln und Heidelbeeren. Beim Klären von Fruchtsäften gehen sie teilweise verloren – naturtrüber Apfelsaft enthält also mehr Polyphenole als klarer Apfelsaft. Wo ein Apfel wächst, ist für den Polyphenolgehalt nicht bedeutsam; der Reifezeitpunkt, zu dem ein Apfel geerntet wird, kann jedoch den Gehalt beeinflussen. (Quelle: „Nachrichten aus der Chemie“/GDCh)