Gestresste Haut

Pflegetipps bei trockener, geröteter Haut

Fotoquelle: Petra Bork/pixelio.de

12.01.2015

Gesunde Haut sieht nicht nur schön aus, sondern weist zudem eine wichtige Schutzfunktion für unseren Körper auf. Wenn die Haut plötzlich trocken und gerötet ist und zudem zu Spannungen neigt oder sogar juckt, benötigt sie dringend Hilfe. Für gestresste Haut gilt: Wird die Haut mehr strapaziert, benötigt sie auch ein Plus an Pflege.

Mit ihren wenigen Millimetern ist die Haut von Natur aus zart und dünn, besitzt dennoch eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegen schädliche Einflüsse – insofern sie gesund ist. Dann kann die Haut Schutz vor Kälte, Hitze und vor fremden Eindringlingen wie etwa Pilzen, Viren und chemischen Substanzen bieten. Denn die Haut selbst benötigt ebenfalls Schutz, um ihre Schutzaufgabe auch erfüllen zu können. Sobald die Haut jedoch ihr Gleichgewicht verliert, kann die Durchlässigkeit der Hautbarriere erhöht werden, dadurch können Hautkrankheiten oder Allergien sogar begünstigt werden.

Tag für Tag wird unsere Haut erheblichen Strapazen ausgesetzt. Häufiger Kontakt mit Wasser, Umwelteinflüssen, zu langes Sonnenbaden, alkalische Pflegeprodukte aber auch Nahrungsmittel, die Einnahme von Medikamenten und der eigene Lebensstil können sich auf unsere Haut auswirken. Genussmittel wie Nikotin und Alkohol stellen zusätzliche Stressfaktoren für die Haut dar. Das Resultat – die Haut beschwert sich und macht auf sich mit Rötungen, Austrocknen und Juckreiz aufmerksam. Kurzum, die Haut ist gestresst.

Nun ist es höchste Zeit sie zu beruhigen und ab sofort regelmäßig zu pflegen. Denn, gestresste Haut kann nicht nur unangenehme Empfindungen hervorrufen, sondern zudem auch schneller altern! Wichtig ist eine sanfte Pflege und generell ein umsichtiger Umgang mit der Haut. Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen, die die Haut reizen, sind tabu. Dazu gehören denaturierte Alkohole und okklusive Mineralöle, aber auch viele künstliche Duftstoffe und künstliche Farbstoffe können die Haut reizen und sie empfindlich werden lassen.

Die gestresste Haut will wie eine „Diva“ behandelt werden, am besten mit sanfter Pflege im Kosmetikinstitut. Im schwer akuten Fall sollte ein Dermatologe zu Rat gezogen werden. Er kann auch eine medizinische Messung des Hautzustandes vornehmen. Hierbei wird der transepidermale Wasserverlust, TEWL, gemessen, der wiederrum Rückschlüsse auf die Hautbarriere zulässt. Je nachdem, welche Hauterkrankung der Dermatologe feststellt, ist auch eine medikamentöse Behandlung nötig.

Übrigens: Wenn es dem Körper an Flüssigkeit mangelt, entzieht er auch der Haut Wasser. Wer zwischen 1,5 und 2 l Wasser pro Tag trinkt, macht damit auch seine Haut glücklich! (Quelle: gesundheit.de)