07.02.2006

Geschichte der Schminke

Fotoquelle: Hobby.ag
Schminke ist bereits seit dem Altertum in über die Jahrhunderte wenig veränderten Rezepten bekannt. Typisch für diese frühen Schminken ist die Verwendung mineralischer Farben, insbesondere von Bleiweiß, die eine hohe Toxizität besitzen. Diese Substanzen fanden bis ins frühe 20. Jahrhundert Verwendung.

Als rote Schminke dienen der Farbstoff des Safflors, eine mit Rosenöl parfümierte Lösung von Karmin in Salmiakgeist und Rosenwasser oder eine Mischung von Karmin oder Safflorrot mit Talk. Eine sehr gute rote Schminke ist das Schnouda, eine farblose Mischung von Alloxan (aus Harnsäure bereitet) mit Cold-cream, welche die Haut rot färbt. Beim Gebrauch von weißer Schminke muss man sich vor Metallpräparaten hüten, obwohl sie allerdings das zarteste Weiß geben. Sie sind für die Haut schädlich und werden in unreiner (schwefelwasserstoffhaltiger) Luft grau. Sehr gebräuchlich ist das Wismutweiß (blanc de perle), welches in Rosenwasser verteilt und häufig mit sehr feinem Talk, Stärkemehl, Bleiweiß und Zinkweiß gemischt wird. Die "unschuldigste" weiße Schminke ist reiner Talk, feinstes Stärkemehl und feine Schlämmkreide. Fettschminken sind Mischungen von Schminkpulver mit Mandelöl, die nur auf Theaterbühnen benutzt werden. (Quelle: www.info49.de)