Gemaltes Kopfhaar

Kopfhaut-Pigmentierung bei Haarausfall

Foto: Franziska Wonde / Quelle: Beautyforum.de

04.08.2015

Permanent Microstubbling täuscht Haarstoppeln vor

Haarausfall ist für Frauen und Männer oft gleichermaßen ein Problem. Nicht immer ist ein künstlicher Haarersatz die Lösung. Seit vielen Jahren wird daher weltweit daran gearbeitet, licht gewordenes Haar optisch zu ersetzen und zu verdichten, indem man Farbpigmente in die Kopfhaut einbringt. Mit den ausgeklügelten Pigmentierverfahren Permanent Microstubbling (PMS) und Permanent Hair Densification (PHD) wird die Kopfhaut dauerhaft eingefärbt, sodass Haare simuliert werden.

Permanent Microstubbling täuscht Haarstoppeln vor. In einem sehr aufwendigen Verfahren werden winzige Pünktchen unterschiedlicher Größe in die Kopfhaut pigmentiert. Durch die verschieden großen Punkte und ihre spezielle Anordnung wirkt die Pigmentierung optisch wie ein 0,5-mm-Kurzhaarschnitt. Diese Technik eignet sich gut bei einer Alopezie, nach einer Haartransplantation zur Narbenbehandlung und weiteren Verdichtung oder zur allgemeinen optischen Verdichtung ohne vorherige Haartransplantation.

Permanent Hair Densification bietet sich für großflächig durchscheinende kahle Kopfhautstellen an. Die Kopfhaut wird in der natürlichen Haarfarbe eingetönt, sodass lichtes und schütteres Haar fülliger und dichter wirken kann. Es wird dabei in einer diffusen, zum Haaransatz hin unauffälliger werdenden Schraffierungstechnik gearbeitet.
PHD eignet sich zum Beispiel für Frauen, die, meist hormonbedingt, sehr lichtes, aber längeres Oberkopfhaar tragen. Auch Männer profitieren von der Methode, wenn trotz transplantiertem Oberkopfhaar die Kopfhaut noch immer durchscheint.

Die Farbpigmente werden mit einem Permanent-Makeup-Gerät mit einer speziellen Paramedical-Nadel in die Kopfhaut eingearbeitet. Nicht zu empfehlen sind in diesem Bereich herkömmliche Permanent-Make-up oder Tattoofarben. Auch von anorganischen und mineralischen Farben sollte Abstand genommen werden, da sich diese Farben im Laufe der Zeit verändern können.

Risiken : Wie bei einer Permanent-Make-up-Behandlung besteht das Risiko einer Entzündung oder Infektion. Noch problematischer aber kann es sein, wenn sich der Kunde das Endergebnis anders vorgestellt hat. Unerlässlich sind deshalb das ausführliche Beratungsgespräch und eine ausreichende Bedenkzeit vor der Behandlung. Aber auch der Behandler selbst kann ein Risiko darstellen: Ist er/sie nicht spezifisch ausgebildet, kann es zu einer unsachgemäßen Pigmentierung und so zu einer großen Unzufriedenheit beim Kunden kommen. Das Thema Ausbildung ist daher auch hier das A und O. Die umfangreiche Ausbildung sollte circa zwei bis drei Monate beziehungsweise 150 Stunden dauern und erstreckt sich oft über mehrere Levels. Zusätzlich empfiehlt es sich auch, eine Fortbildung im Bereich Paramedical- Systems zu durchlaufen.

Gewinn für das Institut: Durch die neue Methode eröffnet sich für Kosmetikinstitute ein völlig neuer Servicezweig. Bereits bei nur einer Behandlung pro Woche kann der Umsatz des Instituts deutlich gesteigert werden: Die Preise einer Kopfhautpigmentierung liegen je nach behandeltem Kopfhautbereich zwischen 2.500 € (Kopfhaut ohne Schläfenbereich) und 4.000 € (gesamte Kopfhaut inklusive Haaransatz- und Kotelettengestaltung); für die Pigmentierung von Narben und kleineren Stellen werden pro Sitzung ab 350 € berechnet. Damit bedeutet der Service der Kopfhautpigmentierung einen lukrativen Zugewinn für jedes Institut. (Textquelle: Beautyforum / Franziska Wonde)