05.06.2009

Die Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft

Fußbehandlungen für Diabetiker

Foto. Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß
Bis zu 15 Prozent aller Menschen mit Diabetes leiden am sogenannten diabetischen Fußsyndrom. Rund 70 Prozent aller Amputationen in Deutschland - bis zu 40 000 im Jahr - gehen auf diese Erkrankung zurück. Damit Betroffene eine möglichst frühe und umfassende Behandlung erhalten, etabliert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) seit fünf Jahren ein bundesweites Netz an spezialisierten Einrichtungen zur Fußbehandlung. Wie erste bundesweite Evaluierungen nun zeigen, ist das Konzept erfolgreich: Bei einem Großteil der Behandelten entwickelt sich die Fußerkrankung innerhalb eines halben Jahres entscheidend zum Besseren.

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, wie wichtig eine angemessene Versorgung für Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom ist: Während die Mediziner zum Zeitpunkt der ersten Untersuchung rund 86 Prozent der Patienten den "schweren" Stadien 1 bis 3 zuteilten, waren bei der Nachuntersuchung nur noch 41,5 Prozent schwer erkrankt. Bei über der Hälfte der Patienten lag nach sechs Monaten eine abgeheilte Wundsituation vor.

Aktuell gibt es deutschlandweit 132 ambulante und 70 stationäre von der DDG zertifizierte Fußbehandlungseinrichtungen. In den Einrichtungen erfolgt die Versorgung immer durch ein interdisziplinäres Team: Die Diabetologen arbeiten eng mit Chirurgen, Orthopäden, Dermatologen, Radiologen, Orthopädieschuhmachern, Podologen und Diabetesberatern zusammen. Von dieser Zusammenarbeit profitiert der Patient in vielerlei Hinsicht: Seine Wunden werden professionell versorgt, er bekommt frühzeitig die richtigen Schuhe und erhält eine gründliche Gefäßdiagnostik. (Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG, www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de)